Nicht einmal ein Rauschen
Amerikas größter lebender Romancier Don DeLillo schreibt noch einmal über die Welt am Abgrund. Sein neuer Roman »Die Stille« hält uns in aller Prägnanz die Gegenwart vor Augen.
Amerikas größter lebender Romancier Don DeLillo schreibt noch einmal über die Welt am Abgrund. Sein neuer Roman »Die Stille« hält uns in aller Prägnanz die Gegenwart vor Augen.
Jorge Zepeda Patterson ist einer der profiliertesten Politjournalisten Mexikos. Weil ein Großteil seiner Erkenntnisse »nicht druckbar« ist, hat er angefangen, sie in Krimis zu verarbeiten. Seine Trilogie um die »Blauen« beleuchtet die folgenschwere Verführbarkeit der Mächtigen und ihre Vernetzung mit der organisierten Kriminalität.
»Die Kunst besteht doch gerade darin, dass man nicht schreibt, was man zu sagen hat, sondern etwas völlig Unvorhergesehenes«, schrieb der polnische Dandy Witold Gombrowicz in seinem »Tagebuch«. Nun sind mit »Kronos« seine intimen Aufzeichnungen erschienen.
In seinem neuen Roman lässt Literaturnobelpreisträger Patrick Modiano einmal mehr seine magische Feder durch Zeit und Raum gleiten und ein historisches Bild des Paris wiederauferstehen, das man in seiner Heimat lieber vergessen wissen möchte.
Wenn sich die Wirklichkeit nach Prognosen richten würde, hieße der diesjährige Literaturnobelpreisträger nicht Patrick Modiano, sondern Ngũgĩ wa Thiong’o oder Haruki Murakami. Ein Blick auf das Werk der beiden Ausnahmeautoren, die als Favoriten in aller Munde waren, über die jetzt auf der Messe aber kaum noch jemand redet.
Seine Werke tragen poetische Titel wie »Im Café der verlorenen Jugend«, »Aus tiefstem Vergessen« und »Vorraum der Kindheit«. Der bekannteste Vertreter des französischen magischen Realismus Patrick Modiano erhält in diesem Jahr den Literaturnobelpreis.