Alle Artikel mit dem Schlagwort: Marko Martin

Das Gefühl einer Utopie

In Israel wird Ende Oktober ein neues Parlament gewählt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die rechtsextreme Regierung unter Benjamin Netanyahu im Amt bleibt. Der in Berlin lebende Israeli Tomer Dotan-Dreyfus schildert in »Keinheimisch« seine eigenen Beklemmungen gegenüber dem Staat Israel, aber auch seiner Wahlheimat Deutschland. Seine schmerzhafte Selbstbefragung ist eine linke jüdische Intervention, die schonungslos mit jeder selbstgerechten Bequemlichkeit abrechnet. Und mit Joana Osman Raum für utopische Hoffnung lässt.

Haltung oder: Eindeutig uneindeutig

Der 7. Oktober 2023 hat nichts unversucht gelassen, Hoffnung zu begraben und Mutlosigkeit in die Welt zu tragen. Marko Martin aber will sich die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht nehmen lassen. In »Und es geschieht jetzt« bemüht er sich, inmitten dieses Irrsinns seinen Überzeugungen einer zugewandten, einer emphatischen Welt gerecht zu werden

»We are Hongkong, und ein Ende ist nicht abzusehen«

Marko Martins Essay »Die letzten Tage von Hongkong« liest sich wie eine Sammlung an Spaziergängen und Sehenswürdigkeiten, an Entdeckungen und Erinnerungen, an Diskussionen über schöne und traurige, aber immer auch politische Literatur, an Plaudereien zu zweit oder Unterhaltungen mit Fremden und neuen Freunden, an Freundschaften, Erotik und Sex. Die Lektüre lohnt sich auch mit Blick auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, den Russland aktuell in der Ukraine führt.

Im kunstvollen Schieber kommt Marko Martins aktuelles Buch daher.

Gegen den Strich

Marko Martin interessiert sich stets für die Menschen, für ihre Biographien, für das Menschliche, Allzumenschliche. Seine Reisen zu den Zeugen eines Zeitalters sind Reisen von Mensch zu Mensch, von Freund zu Freund, zu Vertrauten zu Vertrauten. Sein neues Buch »Dissidentisches Denken« ist im Kern eine Absage an die Kungelei mit den Mächtigen.