Literaturnobelpreisträger John Steinbeck und Magnum-Gründer Robert Capa reisten 1948 gemeinsam in die Sowjetunion, um das Leben der einfachen Russen zu dokumentieren. Ihre grandiose Reportage »Russische Reise« lässt diese Erfahrung nachvollziehen.
Neueste Artikel
Berlinale präsentiert von Triers »Nymphomaniac«
Lars von Triers bereits vor seiner Weltpremiere umstrittener Film »Nymphomaniac« wird bei der Berlinale 2014 außer Konkurrenz in ungekürzter Fassung gezeigt. Inzwischen steht auch schon knapp die Hälfte der Wettbewerbsbeiträge fest.
Portraitist der Upper Class
Er galt zu seiner Zeit als der teuerste Fotograf von Paris, in seinem Studio herrschte dennoch ein reges Kommen und Gehen. Ein imposanter Bildband ermöglicht erstmals einen Blick auf bisher unzugängliches Fotomaterial aus dem Studio von Man Ray.
Dreistes Ungeziefer
Der iranische Zeichner und Karikaturist Mana Neyestani erzählt in genialen Text-Bild-Kombinationen, warum er wegen einer Kinderzeichnung zum politischen Verfolgten des Mullah-Regimes wurde. »Ein iranischer Albtraum« ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Erzählung, die alle Rahmen sprengt.
Der lange Schatten der Vergangenheit
Der Portugiese António Lobo Antunes kratzt mit seinen Romanen am historischen Gewissen seiner Nation. Seine polyfonen Verarbeitungen der traumatischen Erfahrung des südeuropäischen Faschismus wartet noch auf die Anerkennung, die ihnen gebührt.
Weiterlesen»Herr Wagenbach, was lesen Sie?«
Der Verleger Klaus Wagenbach stellte in Berlin kürzlich seine fünf Lieblingsbücher vor. Ein Abend zwischen Franz Kafka und einer »dicken Merkel«, die als oberste Teutonin ihre Kampfzone in alle Richtungen ausweitet, um am Ende doch nur Monopoly mit allen Beteiligten zu spielen.
Zwischen Hinrichten und Begnadigen… eine Pause
Michael Schischkin lässt zwei getrennte Liebende die wichtigen von den unwichtigen Dingen trennen. »Briefsteller« ist ein bewegender und großer Briefroman über die kleinen Momente des Glücks inmitten der größten Katastrophe.
Wenn das Leben zur Groteske wird
Nathan Englander gehört zu den wichtigsten literarischen Stimmen der Gegenwart. Mit seinen in »Worüber wir reden, wenn wir über Anne Frank reden« versammelten klugen, gewitzten und unter die Haut gehenden Erzählungen reflektiert er grandios das jüdische Leben nach dem Holocaust.
Homers »Ilias« mit Pitcher und Batter
Wenn die Aufgabe von Literatur darin besteht, dem Leser neue Welten zu eröffnen, dann gehört Chad Harbachs Roman »Die Kunst des Feldspiels« in jedes Buchregal.
Zwischen Grevesmühlen und New York liegt die Südsee
»Die Südsee ist einigermaßen versaut worden, es muss einmal gesagt sein. Schuld haben die Missionare. Nirgendwo auf der Welt, in keinem noch so gottverlassenen Winkel, tragen sich die Damen so hochgeschlossen, so total bedeckt, wie hier, in den einstigen Paradiesen der Bounty und der Seahawk.« Wo, wenn nicht in der Südsee, verstecken sich die Robinsons unserer Zeit? Dieser Frage geht Ernst Augustin in seinem fantastischen Roman »Robinsons blaues Haus« nach.
WeiterlesenÜber die Fragilität des Menschen
Der in Israel geborene und in London lebende Fotograf Nadav Kander spürt in seinen Bildern der Verletzlichkeit des Menschen nach. In seiner aktuellen Arbeit »Bodies. 6 Women. 1 Man« macht er den dünnen Firnis, der das Individuum von den äußeren Bedrohungen schützt, sichtbar.
»Munch ist der perfekte Comic-Charakter«
Der expressionistische Maler Edvard Munch fasziniert bis heute die Massen. Der Norweger Steffen Kverneland hat rechtzeitig zum 150. Geburtstag des norwegischen Malers eine spektakuläre und bildgewaltige Comic-Biografie vorgelegt, die mit dem Mythos des unverstandenen Künstlers aufräumt. In Norwegen erhielt Kverneland dafür den wichtigsten Literaturpreis.
Spaziergänge durch Migropolis
Der 37-jährige Kunsthistoriker Teju Cole hat das gewagt, wovon ihm jeder Literaturagent im Vorhinein abgeraten hätte: Er hat die Komplexität New Yorks und das Lebensgefühl eines Zugewanderten in einem Panoramabild eingefangen.
WeiterlesenDas »Aleph« im Bolañoversum
Mit »Die Nöte des wahren Polizisten« ist ein weiteres Werk posthum aus dem Archivo Bolaño ans Tageslicht befördert worden. Viele unterstellen dem Roman einen allzu fragmentarischen Charakter und sprechen vom Ausbeuten eines Gesamtwerks. Womöglich aber bildet der Roman die Essenz eines Grenzen sprengenden Gesamtwerks.
Trügerische Erinnerungen
Julian Barnes erzählt in seinem mit dem Booker Prize ausgezeichneten Roman »Vom Ende einer Geschichte« auf faszinierende Weise, was es heißt, von der eigenen Lebensgeschichte eingeholt zu werden.















