Die Rede von den »Neuen Kriegen« ist zu einer der meist zitierten Floskeln des internationalen politischen Diskurses verkommen. Die britische Politologin Mary Kaldor, einst die Gründerin dieser These, verkennt in ihrem aktuellen Buch die Bedeutung der asymmetrischen modernen Kriegführung.
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Asterix ist wieder da. Und wie!
Endlich sind sie wieder da, die Ga-Ga-Gallier. Das neue Autorenteam Jean-Yves Ferri und Didier Conrad hat mit »Asterix bei den Pikten« den alten Charme und Witz der ersten Alben wiederbelebt und neue Akzente gesetzt.
»Genau das ist Kafka«
Ein Satz beginnt, dann wendet er sich nach links, dann nach oben, rechts herum und geradeaus, etwas später wieder nach unten… und wenn man dann innehält und sich umschaut, dann ist man so weit gekommen. Wie man daraus Comics macht, erklärt der Szenarist David Z. Mairowitz im Interview, der für die comicalen Adaptionen »Kafka für Anfänger«, »Der Process« und »Das Schloss« die Vorlagen geschrieben hat.
Jason Lutes »Berlin«-Comics sprengen Grenzen
Dem Amerikaner Jason Lutes gelingt es in seiner comicalen Berlin-Geschichte, den Untergang der ersten deutschen Republik in all seinen Facetten darzustellen. Dabei kratzt er nicht nur an der historischen Oberfläche, sondern erforscht die Untiefen einer Gesellschaft am Abgrund. Lutes Berlin-Saga ist das umfangreiche Porträt einer Stadt in Unruhe.
Die Ethik auf dem Teller
Von Jonathan Safran Foer über Karen Duve bis hin zu den Aktivisten gegen Nahrungsmittelverschwendung – was kommt auf unsere Teller und welche Gewissensbisse haben wir beim Essen? Eine Bücherschau.
WeiterlesenWir leben in einer facialen Gesellschaft
Der Kunsthistoriker Hans Belting legt mit seiner Geschichte des Gesichts »Faces« eine beeindruckende Studie über die soziale und kulturelle Praxis der facialen Reproduktion und Maskerade vor, in der er einen Bogen von den antiken Masken bis hin zum digitalen Abbild schlägt.
Ein x-dimensionaler Gesang aus fernen Welten
Eva Hesse hat sich über ein halbes Jahrhundert mit Ezra Pound und seinem Werk auseinandergesetzt und legt nun erstmals eine deutsche Gesamtausgabe seiner »Cantos« vor, die der schwingenden Musikalität der Poundschen Verse gerecht wird.
WeiterlesenFotografische Kulturgeschichte!
Panorama der deutschen Lebensverhältnisse oder rassisches Abbild der Weimarer Gesellschaft? Unumstritten ist August Sanders fotografisches Werk nicht, dennoch gilt es bis heute als eines der größten der Fotografiegeschichte.
Und täglich grüßt das Murmeltier
Beim Lesen der umwerfend komischen und tiefgründigen Erkundungen des Alltags aus der Feder von Manu Larcenet schauen wir mit einem Lächeln in den Spiegel.
Die Vermessung der menschlichen Abgründe
Roberto Bolaño misst in seinem »Lumpenroman«, dessen Verfilmung »Il Futuro« gerade in den deutschen Kinos läuft, die Ränder und Ausläufer der grauenhaften Hölle aus, die der Chilene in seinen Texten immer wieder ergründet. Ein Blick in sein Werk macht dies deutlich.
100 Jahre Einsamkeit
Chris Ware hat mit »JIMMY CORRIGAN oder DER KLÜGSTE JUNGE der WELT« ein epochales Meisterwerk der Comickunst geschaffen, das aufräumt mit dem unsinnigen Gerücht, Comics wären Kinderkram. Dieser kongeniale Bildroman hebt seinen Autoren auf eine Stufe mit Weltautoren wie Marcel Proust oder Robert Musil.
Dokumentar des Weltenwandels
Der deutsche Fotograf Andreas Gursky ist für seine großformatigen Raster-Aufnahmen bekannt. Wie angeordnet und aufgereiht wirken die abgelichteten Objekte auf seinen Bildern. Gursky führt uns mit der postmodernen Gesellschaft die Zeichen der Zeit vor Augen. Die Monografie seines Werks macht dies genealogisch nachvollziehbar.
Rabenmutterseelenallein
Von der Rabenmutter aus dem schützenden Nest gestoßen erzählt Peter Wawerzinek in seinem mit dem Bachmannpreis gekrönten Roman »Rabenliebe« von einem Leben, das mit dem Winter nur eine Jahreszeit kennt.
Persische Elegien
Mahmud Doulatabadis Roman »Der Colonel« ist sprachgewaltiges Dokument über den Niedergang einer Gesellschaft und das Ende einer Familie, das unter die Haut geht. Der bereits vor 25 Jahren geschriebene, aber erst jetzt erschienene Text galt als Beleg der iranischen Missstände. Vor allem ist Doulatabadis Werk große Literatur.
Fragiler Frieden oder: Warten auf den nächsten Krieg
Die Zahl internationaler Friedensmissionen ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Allerdings lässt sich feststellen, dass es dabei viele Rückschläge und Fehlentwicklungen gegeben hat. Roland Paris ist den Ursachen dieser Probleme auf den Grund gegangen.















