Das beste Dope der Welt
Im Mittelpunkt von Don Winslows packenden Krimis »Zeit des Zorns« und »Kings of Cool« steht ein verschworenes Triumvirat, das, als es von den mexikanischen Drogenkartellen unter Druck gesetzt wird, eiskalt zurückschlägt.
Im Mittelpunkt von Don Winslows packenden Krimis »Zeit des Zorns« und »Kings of Cool« steht ein verschworenes Triumvirat, das, als es von den mexikanischen Drogenkartellen unter Druck gesetzt wird, eiskalt zurückschlägt.
Essayistisch reflektiert David Wagner in »Leben« sein Dasein mit einer Leber zerstörenden Autoimmunerkrankung sowie das Drumherum um die lebensrettende Organtransplantation.
Nach dem riesigen Erfolg von »In Zeiten des abnehmenden Lichts« erzählt Eugen Ruge in »Cabo de Gata« von seinem ersten Versuch, seine Familiengeschichte zu erzählen. Vor zwanzig Jahren reiste er dafür nach Andalusien und scheiterte. Ein Glück, wie wir heute wissen.
Woher kommen wir? Was prägt uns? Was hinterlassen wir? Große Fragen wie diese bilden das Leitmotiv des vielstimmigen Familienromans »Antonio« der brasilianischen Autorin Beatriz Bracher, für den sie den wichtigsten Literaturpreis ihres Landes erhalten hat.
Darius Kopp verliert seinen Job, dann seine Frau und hin ist sie, die vermeintliche Sicherheit. Kopp lässt alles stehen und liegen und reist – den Karton mit der Urne seiner Frau unterm Arm – nach Osteuropa. Eine in Stil und Form verrückte Geschichte, für die Terézia Mora den Deutschen Buchpreis erhielt.
Fabriken, Unternehmen, Projekte – all das wird in der kapitalistischen Moderne abgewickelt. Aber wie wickelt man einen Ort ab, der dem Untergang geweiht ist? Die Hannoveranerin Annika Scheffel hat mit »Bevor alles verschwindet« einen eindrucksvollen Roman über das Ende einer Heimat geschrieben.
Es gibt eine Theorie, der zufolge jeder maximal sechs Handschläge von jeder x-beliebigen Person auf der Welt entfernt sei. Nur sechsmal guten Tag sagen, und man greift zur Hand des amerikanischen Präsidenten oder des Papstes. Winslows Charaktere geben einem das ungute Gefühl, dass man deutlich weniger Handschläge von der Verbrecherwelt entfernt ist. Zwischen Verbrecherboss, anerkannten Geschäftsmann und handzahmen Familienvater ist oft nur der Vorhang der Nacht, wenn alle Katzen grau sind.
Der Österreicher Nicolas Mahler zeichnet wie ein Berserker. Die Schlagzahl seiner Publikationen ist beeindruckend, seine Zeichnungen an Genialität kaum zu überbieten. Und auch die großen Klassiker können ihn nicht einschüchtern. Mit »Der Mann ohne Eigenschaften« hat er nun Robert Musils Jahrhundertroman in Bildern umgesetzt.
Don Winslows »Tage der Toten« ist ein grandioses, weltgeschichtliches Epos über die Abgründe des Drogenkriegs in Mittel- und Südamerika und der verhängnisvollen Rolle der US-amerikanischen Geheimdienste. Brutal. Knallhart. Mörderisch.
Benjamin Stein setzt sich in seinem Roman »Die Leinwand« kongenial mit seiner eigenen Biografie auseinander. Entstanden ist ein Zauberwerk um Dichtung und Wahrheit, ein grandioses Kunstwerk literarischer Gattung. Einer der großen Romane der vergangenen Jahre, der unter dem englischen Titel »The Canvas« längst internationale Lorbeeren einfährt.
Der Schweizer Buchautor Peter Stamm eröffnete mit einer von der Literaturkritikerin Insa Wilke moderierten Lesung aus seinem Roman »Nacht ist der Tag« den Berliner Lesemarathon Stadt-Land-Buch.
»Das Dritte Reich« ist die Keimzelle eines ebenso unheimlichen wie grandiosen Werkes. Roberto Bolaños Debütroman liegt endlich in deutscher Übersetzung vor.
Kaum ein Schriftsteller von seinem Gewicht ist so schnell in Vergessenheit geraten, wie Thomas Brasch. Zahlreiche Bücher und ein Kinofilm ermöglichen es, sich auf ganz unterschiedliche Weise dem 2001 verstorbenen Dichter anzunähern.
Eva Hesse hat sich über ein halbes Jahrhundert mit Ezra Pound und seinem Werk auseinandergesetzt und legt nun erstmals eine deutsche Gesamtausgabe seiner »Cantos« vor, die der schwingenden Musikalität der Poundschen Verse gerecht wird.
Roberto Bolaño misst in seinem »Lumpenroman«, dessen Verfilmung »Il Futuro« gerade in den deutschen Kinos läuft, die Ränder und Ausläufer der grauenhaften Hölle aus, die der Chilene in seinen Texten immer wieder ergründet. Ein Blick in sein Werk macht dies deutlich.