Alle Artikel in: Sachbuch

Ergründungen eines Nazi-Enkels

Mit »Flut und Boden« erzählt der Historiker Per Leo die Geschichte seiner Familie. Anhand des Brüderpaars Friedrich und Martin ergründet Leo den Boden, auf dem das Dritten Reich entstanden ist. Obwohl das Buch den Untertitel »Roman einer Familie« trägt, geht der Text weit darüber hinaus.

© Thomas Hummitzsch

Eine Form des Liebens

Thomas Hitzlsperger hat sich nach dem Ende seiner Karriere als Fußballprofi zu seiner Homosexualität bekannt. Die Journalistin Carolin Emcke hatte schon vor zwei Jahren – ausgehend von der persönlichen Erfahrung – ein überaus intelligentes Buch über das Begehren geschrieben, das weder »gut« noch »schlecht« kennt, sondern einfach ist.

© Thomas Hummitzsch

Das Fanal des 20. Jahrhunderts

Herfried Münklers voluminöses Werk »Der große Krieg. Die Welt 1914 – 1918« ist kein Geschichtsbuch, sondern eine Arbeit der politischen Analyse. Zwar erzählt der Berliner Politikwissenschaftler darin viele Geschichten und vermittelt überaus eingängig historische Fakten, jedoch nicht um ihrer selbst Willen, sondern um organisatorische und strukturelle Fragen der Machtpolitik zu verstehen, deren Relevanz bis in die Gegenwart reicht.

Verräterische Haltung

Gehen wir aufrecht, weil wir Menschen sind oder sind wir Menschen, weil wir aufrecht gehen? Der Philosoph Kurt Bayertz präsentiert den aufrechten Gang als philosophischen Topos, das die Reflektion über den Menschen und seine Position in der Welt von der Antike bis in die Neuzeit prägt.

Raus mit der Sprache

Ann-Marlene Henning und Tina Bremer-Olszewski machen das, wovor sich die meisten Eltern drücken. Sie klären Kinder und Jugendliche auf. Ihr Buch »Make Love« zeigt, dass man der schönsten Sache der Welt nicht den Stöpsel ziehen muss, um zu erklären, was es dabei zu beachten gibt.