Der Italiener Antonio Pennacchi erzählt in »Canale Mussolini« vom italienischen Faschismus in der Provinz und macht ihn gerade dadurch begreifbar. Warum das spektakulär ist? Weil dieser Roman ein unglaubliches Vergnügen bereitet.
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Die Gewalt in den Köpfen
Der chinesische Journalist Yang Jisheng und der ins Exil getriebene Autor Liao Yiwu erinnern uns mit ihren aktuellen Büchern an die gewaltvolle Geschichte ihrer Heimat, die mit dem, was China heute ausmacht, noch eine Menge zu tun hat.
WeiterlesenIch weiß, er kommt, der Tod
Christoph Schlingensiefs post mortem erschienenes Journal »Ich weiß, ich war’s« ist ein nachdenkliches und schmerzhaftes Tagebuch über den nahenden Tod.
WeiterlesenDie Kultur gerettet…
Der Literaturwissenschaftler Jan Knopf hat ein Schwergewicht der biografischen Recherche vorgelegt. In »Bertolt Brecht. Lebenskunst in finsteren Zeiten« hat er sich mit dem proletarischsten der deutschen Bühnenautoren auseinandergesetzt.
WeiterlesenBretter, auf denen wir die Politik deuten
Die politische Debatte scheint bühnenreif. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie die deutsche Theaterlandschaft erobert. Wo und in welcher Form findet die politische Debatte auf der Bühne statt? Eine Standortbestimmung.
WeiterlesenWie viel Sein braucht das Denken?
Autor und Fernsehjournalist Gert Scobel zeigt in »Warum wir philosophieren müssen«, dass man mit Denken besser durchs Leben kommt, glücklicher wird und die Welt klarer sieht. Indem er in die Grundprinzipien des Denkens blicken lässt, macht er deutlich, was das Besondere des Philosophierens ausmacht.
WeiterlesenVon Teufeln und erbitterten Feindschaften
Der französische Kunsthistoriker Daniel Arasse und die deutsche Kunstjournalistin Kia Vahland zeigen in ihren Betrachtungen der Renaissancekunst, wie sich das humanistische Menschenbild den Weg bahnte.
»Die Kirche liebt nur die Kinder, die an Putin glauben«
Vor einem Jahr führten Mitglieder der russischen Punk-Band Pussy Riot ihr »Punk-Gebet« in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale auf. Bei ihrem 40-sekündigen Auftritt protestierten sie gegen die enge Verbindung zwischen dem russischen Staat und der russisch-orthodoxen Kirche. Drei Bandmitglieder wurden wegen »Rowdytums aus religiösem Hass« festgenommen und zu Lagerhaftstrafen verurteilt. Ein Schauprozess erster Güte, das Buch »Pussy Riot! Ein Punkgebet für Freiheit« zeigt.
Weiterlesen»Keine kleine Beamtenseele«
Die Hamburger Philosophin Bettina Stangneth legt die persönlichen Aufzeichnungen des Eichmann-Verhörers Avner Werner Less vor. »Lüge! Alles Lüge!« ist eine unter die Haut gehende Rekonstruktion des Abgründigen.
WeiterlesenEin Jahr unter der Lupe
Das Jahr 1913, welche Bedeutung hat es in der kollektiven Erinnerung der Welt? Es ist das Jahr vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Florian Illies beweist mit seiner famosen Collage »1913. Der Sommer des Jahrhunderts«, das dieses Jahr mehr ist, als das.
WeiterlesenEin Hundeleben
In ihrem Erfolgsroman »Der Mann schläft« warf Sibylle Berg die Frage auf, warum man sein Leben ständig verändert, selbst wenn man gerade sein Glück gefunden hat. In »Vielen Dank für das Leben«, ihrem neuen Werk, lässt sie uns an der Existenz des Glückes zweifeln.
WeiterlesenDer anpassungsfähige Zwilling
Biografien sind gemeinhin Existenzbeschreibungen von Personen. Dem amerikanisch-indischen Wissenschaftler und Onkologen Siddharta Mukherjee ist mit seinem Buch »Der König aller Krankheiten. Krebs – Eine Biografie« etwas Beeindruckendes gelungen.
WeiterlesenMagnum-Fotograf Peter van Agtmael gewinnt Preis für humanistische Fotografie
Der 32-jährige amerikanische Fotograf Peter van Agtmael wurde vor wenigen Tagen mit dem Eugene W. Smith Fotopreis für humanistische Fotografie ausgezeichnet. Der Amerikaner erhält den Preis für seine Serie »Disco Night September 11«, die bereits im Juni beim Lumix-Festival mit dem Preis für junge Fotografie bedacht wurde.
WeiterlesenRaus aus der Enge
Anna Katharina Hahn entführt die Lesenden ihres Romans »Am Schwarzen Berg« in die schwäbische Idylle, aus der ihre Helden energisch zu entkommen versuchen und willentlich in das Chaos des Lebens laufen.
WeiterlesenEine typografisch-sprachliche Spielerei zum Verlieben
Wolf Haas liebt es, mit der Sprache zu spielen. In seinen mehrfach preisgekrönten Brenner-Krimis bewies er eindrucksvoll, dass allein das sichere Beherrschen eines Dialekts romanhafte Qualitäten haben kann. In seinem aktuellen Roman »Verteidigung der Missionarsstellung« zeigt der Österreicher, dass er nicht nur mit Sprache zu spielen in der Lage ist, sondern auch mit dem Text als solchem.
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