Alle Artikel in: Fotografie

Götter in Stein

Es gibt nur wenige Tempelruinen, die eine ähnlich faszinierende Ausstrahlung besitzen, wie die jahrhundertelang im kambodschanischen Dschungel schlummernde Khmer-Metropole Angkor Wat. Jaroslav Poncar hat die Tempelstadt über zwanzig Jahre lang fotografiert. Seine in dem Bildband »ANGKOR« versammelten Schwarz-Weiß-Fotos fangen den Glanz und Ruhm der legendären südostasiatischen Tempelanlage ein.

Foto: Davide Monteleone

Was wissen wir vom Kaukasus?

Diese Frage ist Ausgangspunkt der aktuellsten Arbeiten des italienischen Fotografen Davide Monteleone, für die er in den vergangenen Jahren zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten hat. Der 1974 geborene Monteleone zeigt die bitter-zauberhafte Welt hinter der trügerischen Patina der kommunistischen und postkommunistischen Hinterlassenschaften.

Foto: William Vollmann

»Und der Welt? Wer vergibt der Welt?«

Der Schriftsteller und Weltenbummler Ilija Trojanow hat mit »Wo Orpheus begraben« liegt eine Hommage an sein Herkunftsland Bulgarien geschrieben, in dem er die Mythen, die über das Schwarze Meer und den Balkan ziehen, mit den Geschichten der Bewohner dieser Region verbunden hat. Illustriert sind Trojanows Erzählungen mit quasi-dokumentarischen Fotografien von Christian Muhrbeck.

Das Eigenleben der Fotografie

Die Auseinandersetzung mit der Fotografie dringt mehr und mehr in den Vordergrund der allgemeinen Kulturdebatte. Schon die kulturwissenschaftliche Studie des Gesichts von Hans Belting, die im vergangenen Jahr für den Leipziger Messepreis in der Kategorie Sachbuch nominiert war, basierte zu großen Teilen auf Fotografien. In diesem Jahr könnte mit Helmut Lethens »Der Schatten des Fotografen« ein kulturwissenschaftliches Buch zur Wirklichkeit der Fotografie den Preis gewinnen.

»Erotik ist Leben, Pornographie der Tod«

Der Interviewband »Confessions. Eroticism in Media« setzt sich mit den neuen Bildern des Erotischen auseinander und stellt einige spannende Magazine vor. Sucht man nach einer Definition von Erotik, auf die sich die Macher dieser Magazine wohl alle einigen können, dann liegt diese in der Subjektivität – nicht der des Betrachters, sondern der zu Betrachtenden.

Das Ende der Natur

Der Hamburger Fotograf Henrik Spohler erkundet mit seinen Arbeiten die Grenzen unserer Zivilisation. Nach seinen Fotografien aus Rechenzentren und Hightechfabriken legt er nun Bilder der industrialisierten Agrarwirtschaft vor, die uns die Kälte des Kapitalismus zeigen.