Alle Artikel in: Roman

© Thomas Hummitzsch

Galaktischer Krieg aus der Retorte

Welche Existenz folgt dem Menschen und wie muss man sich Sein nach der menschlichen Zivilisation vorstellen. Mit seinem neuen Roman »Die Abschaffung der Arten« schreckt der ehemalige FAZ-Feuilletonist und SPEX-Chef Dietmar Dath seine Leser mit düsterer Zukunftsmusik. Dieser viel zu wenig gelesene Roman gehört zu den Grandiositäten der deutschen Literatur.

Afrikanisches Ultrazentrifugenmassaker

Wolfgang Herrndorf war einer der aufregendsten Literaten der jüngsten Zeit. Im Sommer nahm er sich nach langer Krankheit das Lebens. Mit seinem letzten Buch, dem Thriller »Sand«, spielte er mit Verfolgungswahn und Gedächtnisverlust und gewann den Preis der Leipziger Buchmesse. Der Deutsche Buchpreis blieb ihm verwehrt.

Echos aus dem Jenseits

Ein stiller Ort in der Einsamkeit der mexikanischen Steppe. Der Wind treibt den Sand durch die in der Mittagshitze glühenden Straßen. An diesem Ort wohnt das Grauen: »Pedro Páramo«. In dem lateinamerikanischen Klassiker verschwimmen die Grenzen zwischen Leben und Tod, Diesseits und Jenseits, Erzählung und Subtext. Grandios und unheimlich.

Audrey Hepburn in "Frühstück bei Tiffany" | via wikimedia commons

Ich bin Schriftsteller und verwende alles

Kaum ein Enthüllungsbuch erschütterte den Mikrokosmos der High Society so sehr, wie Truman Capote’s Romanfragment »Erhörte Gebete«. Das in der Zürcher Werkausgabe neu übersetzte unvollendete Buch ist Capotes Abrechnung mit der globalen Schickeria, die sich seit Erscheinen seines Erstlingsromans »Andere Stimmen, andere Räume« um das »literarische Wunderkind« gescharrt hat, um im Licht seines Ruhmes auch etwas heller zu strahlen.

Vom Entgleisen der Welt

Wassili Grossmans Roman »Leben und Schicksal« ist eine fulminante Apologie des Menschen in barbarischen Zeiten. Dieses opus magnum nennt das Falsche falsch und das Richtige richtig – ein existenzielles Wagnis für Autor und Werk, wenn die Anhänger des Falschen das Sagen haben.

© Thomas Hummitzsch

Das Würfelspiel des Daseins

»Anna Karenina« und »Krieg und Frieden« haben ihn weltberühmt und zur russischen Ikone gemacht – Leo Tolstoj. Nahezu sein ganzes Leben verbrachte er schreibend auf dem familieneigenen Gut in Westrussland, doch am Ende seines Lebens entfloh er der ländlichen Idylle. Doch Tolstoj stirbt auf dieser letzten Reise in den Süden. Der amerikanische Literaturwissenschaftler Jay Parini hat daraus einen faszinierenden Roman geschrieben.