Barbi Markovics »Minihorror«, Tom Holerts »ca. 1972« und Ki-Hyang Lees Übersetzung von Bora Chungs »Der Fluch des Hasen« gewinnen beim Preis der Leipziger Buchmesse. Das Gruselige, Abgründige und Dunkle, das die Jury in den nominierten Büchern fand, passt zur weltpolitischen Lage, auf die die scheidende Juryvorsitzende Insa Wilke in ihrer politischen Preisrede einging. Zur Krise auf dem Buchmarkt äußerte sich Wilke nicht, die erneute Auszeichnung von drei Büchern aus unabhängigen Verlagen spricht für sich.
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Leicht neben die Norm gesetzt
Im Übersetzerzentrum der Leipziger Buchmesse wurden wenige Stunden vor der Vergabe des Preises der Leipziger Buchmesse die fünf nominierten Titel in der Kategorie Übersetzung vorgestellt. Dabei sprachen die Übersetzer:innen über besondere Aspekte ihrer Arbeit.
WeiterlesenGebrüll und Argumente zum Auftakt
Die 20. Leipziger Buchmesse ist eröffnet, bis zum Sonntag lädt das Frühjahrstreffen der Branche zum Meinungsaustausch ein. Zum Auftakt wurde der Preis der Leipziger Buchmesse zur Europäischen Verständigung an den israelisch-deutschen Philosophen Omri Boehm verliehen. Bei der Festveranstaltung gab es nicht nur warme, sondern auch mahnende Worte.
WeiterlesenEin ungewöhnlicher Superheld
Bei einer Verkehrskontrolle greift die Polizei eine blutverschmierte Drag-Queen am Steuer eines Lastwagens voller Hunde auf. Beim Verhör öffnet sich der Ermittlerin eine Welt, die jegliche Vorstellungskraft sprengt.
WeiterlesenHellsichtige Chronistin Haitis
Die Literatur von Marie Vieux-Chauvet wäre längst Teil des klassischen Kanons, hätte der Westen einen klareren Blick auf die Literatur des globalen Südens. Als Tochter Haitis hat sie die Geschichte ihres Landes und ihrer Menschen in der Literatur festgehalten. Ein halbes Jahrhundert nach ihrem Tod sind ihre Werke endlich in einer entschieden offenen deutschen Übersetzung zu entdecken.
Weiterlesen»Oppenheimer« und »Poor Things« dominieren Oscarverleihung
Viele hatten auf den Barbenheimer-Effekt gesetzt, doch am Ende ging Greta Gerwigs emanzipierter Turn der Barbie-Story bei den Oscars 2024 fast leer aus. Yorgos Lanthimos Frankenstein-Variation »Poor Things« hält die Fahne des Feminismus hoch, Hayao Miyazaki bekam für seinen mutmaßlich letzten Film seinen zweiten Oscar. Die drei deutschen Oscar-Kandidat:innen sowie Altmeister Martin Scorcese blieben ohne Auszeichnung.
WeiterlesenWer will ich sein?
Montserrat Roig erzählt in ihrer Barcelona-Trilogie von Frauen auf der Suche nach ihrer Identität. In ihrem Hohelied auf die katalanische Selbstbehauptung zeigt die 1991 verstorbene Autorin eine Stadt, die unter der Geschichte tanzt und taumelt und erzählt von Frauen, die in Extremsituationen über sich hinauswachsen.
WeiterlesenWahrheit und Fiktion
In Justine Triets »Anatomie eines Falls« spielt Sandra Hüller als Schriftstellerin und Mutter unter Verdacht groß auf. In Cannes gewann der Film die Goldene Palme, in London den Bafta für das beste Originaldrehbuch. Bevor der Film Ende des Monats im besten Fall fünf Oscars gewinnen kann, unter anderem auch Sandra Hüller als beste Hauptdarstellerin, startet Justine Triets Justizthriller hier für das Heimkino.
WeiterlesenPreis der Leipziger Buchmesse: Von Comic bis Hörbuch
Die Jury für den Preis der Leipziger Buchmesse unter dem Vorsitz von Insa Wilke versteht es einmal mehr zu überraschen. Unter den 15 nominierten Titeln sind auch ein Comic und ein Hörbuch. Die Frühjahrsprogramme fielen bei der Jury weitestgehend durch.
WeiterlesenWelt aus Schmerz
Mit dem überwältigenden Hillbilly-Roman »Demon Copperhead« hat Barbara Kingsolver den begehrten Pulitzerpreis gewonnen. Nun erscheint der Pageturner in deutscher Übersetzung.
Weiterlesen»Kafka hat auch Trost zu bieten«
Reiner Stach ist Herausgeber der bahnbrechenden dreibändigen Kafka-Biografie sowie weiterer Kafka-Schriften. Kaum jemand ist so tief in den rätselhaften und labyrinthischen Kosmos des Prager Autors vorgedrungen wie Stach. Nun gibt er im Wallstein-Verlag eine neue Leseausgabe von Franz Kafkas Werken heraus. Im Interview spricht er über seine Motive und die Zeitlosigkeit von Kafkas Literatur.
WeiterlesenKafka in Bild und Ton
Das Kafka-Jahr spielt auch abseits des strikt Literarischen eine zentrale Rolle. Zahlreiche Comics setzen Kafkas Leben und Werke in Text und Bild um. Sven Regener hat Kafkas Werk als Hörbuch eingelesen und für das Frühjahr sind eine Miniserie und ein Kinofilm angekündigt.
WeiterlesenKomplexe Aufzeichnungen
Alice Walker ist eine der renommiertesten Schwarzen Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Vor wenigen Tagen ist sie 80 Jahre alt geworden. In ihren Tagebüchern begegnet einem diese Lichtgestalt in all ihrer Ambivalenz.
WeiterlesenLektionen und Exkursionen zu Franz Kafka
»Irgendwann einmal wird man wissen, warum in unserem Jahrhundert soviel große Künstler so viele unlesbare Werke geschrieben haben. Und warum diese unlesbaren und ungelesenen Bücher wunderbarerweise dennoch Einfluß auf das Jahrhundert ausübten und berühmt sind«, notierte Witold Gombrowicz in seinem Tagebuch nach der Lektüre von Franz Kafkas Roman »Der Prozess«.
WeiterlesenTheater als Schule des Lebens
Die Bühnen-Komödie »Theater Camp« erzählt von jungen Menschen, die von den Bühnen der Welt träumen. Das fulminante und unterhaltsame Debüt von Nick Lieberman und Molly Gordon, in Sundance mit dem Preis der Jury ausgezeichnet, ist eine Hommage an die rebellische Alternativkultur, die mehr und mehr verschwindet.
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