Dietmar Dath hält mit Mathematik, Logik und Beweisführung der Gegenwart in der Zukunft den Spiegel vor. Sein neuer Roman »Gentzen oder: Betrunken aufräumen« fragt danach, wie es so weit kommen konnte, dass nicht wir die digitale Welt, sondern die digitale Welt uns in der Hand hat.
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Der Rest ist für Sie
Der Berliner Zeichner Hannes Richert führt in seinem zweiten Sammelband »Die Party ist vorbei« die Absurdität des Alltags vor Augen.
WeiterlesenPost-postkoloniales Selbstbewusstsein
Die Kunsthistorikerin und Filmemacherin Nana Oforiatta Ayim erzählt in ihrem ambitionierten Debütroman »Wir Gotteskinder« von der Rückeroberung der eigenen Geschichte.
WeiterlesenExplodet statt reloaded – Abgesang auf James Bond
Daniel Craig hat in »Keine Zeit zu sterben« seinen fünften und letzten Auftritt als James Bond. Seiner Figur wird darin ein ebenso melancholisches wie brachiales Ende bereitet. Überzeugend ist das nur in Teilen.
Weiterlesen»Papa, ich habe über Dich geschrieben«
Manchmal ist weniger mehr. Ein Gespräch mit Dilek Güngör über ihren zwar schmalen, aber unheimlich dichten Roman »Vater und ich«, die Bedeutung von Herkunft sowie die Sehnsüchte und Hoffnungen einer Tochter.
Weiterlesen»Ich bin ein gestörter Typ«
Tocotronic-Schlagzeuger Arne Zank zeichnete sich in der Corona-Krise die Sucht vom Leib. Seine DIY-Insta-Serie »Die Vögel« gibt es nun auch im Buchformat.
WeiterlesenMehr als ein Lehrer und seine Klasse
Maria Speth hat ein halbes Jahr lang eine 6. Klasse in der hessischen Kleinstadt Stadtallendorf begleitet. Ihr Film ist ein großes Gesellschaftsporträt, in dessen Zentrum ein Lehrer steht, wie man ihn sich für seine Kinder nur wünschen kann. »Herr Bachmann und seine Klasse« zeigt eindrucksvoll und bewegend, wie viel besser Pädagogik auf Augenhöhe funktioniert.
WeiterlesenDer oulipotische Kern der Anomalie
Mit »Die Anomalie« hat Hervé Le Tellier 2020 den Prix Goncourt gewonnen. Sein Roman bietet beste Unterhaltung und große literarische Qualität. Er ist aber auch Teil einer besonders programmatischen Literatur. Aber wo finden sich die Oulipo-Spuren in Hervé Le Telliers Roman? Im Rahmen des 21. Internationalen Literaturfestivals gab der Franzose im Literarischen Colloquium Berlin Einblick in seine Schreibwerkstatt.
WeiterlesenAuf der anderen Seite des Universums
Beim Internationalen Literaturfestival in Berlin stand der Montagabend ganz im Zeichen des Booker Prize. Mit Maaza Mengiste und C Pam Zhang – erste in Addis Abeba geboren, zweite in Peking – waren zwei US-Autorinnen zu Gast, die im Rennen um den wichtigsten Literaturpreis der englischsprachigen Welt waren. Mit ihren Romanen rückten sie verdrängte Geschichte und Minderheitenperspektiven in den Vordergrund.
WeiterlesenSeoul Surreal
Bae Suahs Roman »Weisse Nacht« ist surreales Märchen, unheimliche Geisterbeschwörung und doppelbödiger Hitzetraum. Magischer Realismus asian style.
WeiterlesenErinnerungsfetzen für die Ewigkeit
Beim 21. Internationalen Literaturfestival in Berlin stellte der bosnisch-amerikanische Autor Aleksandar Hemon am Sonntagabend sein literarisches Doppelalbum »Meine Eltern / Alles nicht dein Eigen« vor.
WeiterlesenEin wahrhaftiges Buch!
Für mich ist es äußerst überraschend, dass Eva Menasses neuer Roman nicht auf einer der großen Buchpreislisten des Herbsts auftaucht. Die 1970 in Wien geborene Wahlberlinerin erzählt in »Dunkelblum« meisterhaft von einem NS-Verbrechen und seinen Folgen, ohne zur moralischen Aufarbeitungsliteratur zu verkommen. Weil sie sich nicht auf das Sensationelle des Moments, sondern das andauernd Alltägliche stürzt und so die Lebenslügen einer ganzen Dorfgemeinschaft aufdeckt. Ein Gespräch über Nazigewalt, überlieferte Wahrheiten und die Lasten der Gegenwart.
Weiterlesen»Der ganze Quatsch macht mich verrückt«
Anthony Hopkins brilliert in Florian Zellers Demenzdrama »The Father« als Mann, dem sein Leben zwischen den Fingern verrinnt. Dieser Film holt nicht nur ein Tabuthema aus der dunklen Ecke des Schweigens, sondern ist auch ein großes Kunstwerk.
WeiterlesenKlassischer Paris-Noir
Nestor Burma ist einer der bekanntesten Ermittler Frankreichs. Über 20 Bände hat Léo Malet seinem Helden gewidmet. Vier davon hat der große Jacques Tardi als Comic adaptiert, die nun in einem edlen Sammelband erscheinen.
WeiterlesenDer Magier des Kinos
Georges Méliès – Magier, Visionär und der größte Geschichtenerzähler des frühen Kinos. Eine DVD-Box erweist dem Pionier des Films nun seine Ehre.
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