Neueste Artikel

Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel | © Gorm K. Gaare

Die Suche nach dem Haar in der Suppe

Der mehrfach ausgezeichnete Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel bringt die Werke von Literaturnobelpreisträger Jon Fosse, Tarjei Vesaas und Kjell Askildsen aus dem Norwegischen ins Deutsche, zu seinen französischen Autoren gehören Édouard Louis, Yasmina Reza und Louis-Ferdinand Céline. Gerade ist seine Übersetzung von Pier Vittorio Tondellis Roman »Getrennte Räume« neu aufgelegt worden, im Dezember erscheint der neue Roman von Jon Fosse in seiner Übertragung. Stilfragen spielten in der Literaturkritik eine immer geringere Rolle, in ihre Stelle seien Kritikasterei und Geschmacksurteile getreten.

Weiterlesen
© Thomas Hummitzsch

Relativ kafkaesk

Nachdem der New Yorker Cartoonist über Hannah Arendt philosophiert hat, nimmt er sich nun Albert Einstein vor. In Prag lässt er ihn nicht nur an seiner Relativitätstheorie feilen, sondern auch auf einen berühmten Sohn der Stadt treffen.

Weiterlesen
© Thomas Hummitzsch

Ins Glas geschaut

In »Joe’s Bar« kommen sie alle zusammen – die Glückssucher und Abgestürzten, die Exzentriker und die Outlaws. Das argentinische Comicduo Muñoz und Sampayo hat mit dieser Geschichtensammlung, die in eine New Yorker Bar führt, einen Klassiker geschaffen, der nun in einer prächtigen Ausgabe vorliegt.

Weiterlesen

Buchpreis-Longlist: Viele Favoriten, wenig Indies

Die Longlist des Deutschen Buchpreis 2025 stellt dessen Geschichte nach. Von den zwanzig bislang ausgezeichneten Romanen sind vier in einem unabhängigen Verlag erschienen. Exakt vier Indie-Titel haben es auch unter die zwanzig für den »Roman des Jahres« nominierten Werke geschafft. Um den konkurrieren in diesem Jahr die aktuellen Romane von Annett Gröschner, Jonas Lüscher, Thomas Melle oder Nava Ebrahimi.

Weiterlesen
© Thomas Hummitzsch

Brutalität und Zärtlichkeit

Der 2018 verstorbene brasilianische Autor Victor Heringer hat der Welt nur ein schmales Werk hinterlassen. Nun kann man ihn erstmals auf Deutsch lesen. Sein für die Hotlist der unabhängigen Verlage nominierter Roman »Die Liebe vereinzelter Männer« ist ein bebendes Vermächtnis, ein literarischer Tango, in dem mit Anmut und Grauen von liebenden und hassenden Männern erzählt wird.

Weiterlesen
© Thomas Hummitzsch

Großes Kopfkino

Am 25. Juli werden auf der San Diego Comic Con die renommierten Eisner Awards vergeben. Der Wahl-Berliner Olivier Schrauwen kann sich Hoffnungen auf drei Comic-Oscars machen. Sein nominiertes Album »Sonntag« ist eine faszinierende Reise in den Kopf eines Mannes, der auf seine Fernbeziehung wartet.

Weiterlesen

Postkoloniale Wirklichkeit

Der Journalist und Fotograf Issio Ehrich zeichnet in »Putsch. Der Aufstand gegen Europas Kolonialismus in Afrika« die jüngere (gesellschafts-)politische Entwicklung in Ländern wie Mali, Mauretanien, Senegal, Burkina Faso, Niger oder dem Tschad nach und zeigt, warum der Westen in der Region immer weniger Anhänger findet.

Weiterlesen
© Thomas Hummitzsch

Die Geometrie der Liebe

In Fabian Sauls Roman »Die Trauer der Tangente« stirbt ein Freund, Wirklichkeit und Erinnerungen beginnen zu verschwimmen. Mit seinem psalmodierenden Textgebäude verbeugt sich der in Berlin lebende Autor und Chefredakteur des Flaneur Magazine vor Walter Benjamins »Passagenwerk« und vermisst die verborgenen Winkel der Erinnerung.

Weiterlesen
© Thomas Hummitzsch

Deutscher Sachbuchpreis geht an Comic

Mit Ulli Lusts »Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte« war erstmals überhaupt ein Comic für den seit fünf Jahren bestehenden Deutschen Sachbuchpreis nominiert. Die Jury hat den mit 25.000 Euro dotierten Preis an Lusts essayistischen Comic vergeben, weil er »die starke Frau als Mensch« präsentiere. Ulli Lust schriebt damit ihre einmalige Erfolgsgeschichte fort, zum ersten Mal wurde mit ihrem Album ein Comic mit einem der großen deutschen Literaturpreise ausgezeichnet.

Weiterlesen