Tillie Walden legt mit »Auf einem Sonnenstrahl« eine fantastisch-optimistische Weltraumerzählung vor, die nicht nur einen anderen Blick auf queere Positionen wirft, sondern auch als gelungene Allegorie auf das Erwachsenwerden fasziniert.
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Das Flüstern der Geschichte
Éric Vuillard legt immer wieder das Ohr auf die Schiene der Geschichte und geht dem Vibrieren des Stahls nach. In seinem neuen Buch »Der Krieg der Armen« widmet er sich dem lautstarken Unterstützer des Deutschen Bauernkriegs Thomas Müntzer.
WeiterlesenNeue Frisur, neue Probleme
Riad Sattouf schreibt die Erinnerungen an seine Kindheit im Nahen Osten fort. Die Naivität seines kindlichen Alter Egos weicht mehr und mehr dem skeptischen Blick des Heranwachsenden, was angesichts der zunehmend existenzielleren Herausforderungen aber auch dringend nötig ist.
WeiterlesenHelle Bücher für dunkle Stunden
Der Preis der Leipziger Buchmesse stellt Bücher ins Schaufenster, die von leiser Ironie, beißendem Humor, schelmischem Witz und sprühender Erkenntnis leben.
WeiterlesenBibliophile Querverbindungen
Die für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Titel in der Kategorie Übersetzung sind alle auf ihre Art bemerkenswert. Zudem gibt es spannende Querverbindungen zum International Booker Prize, zum Internationalen Literaturpreis sowie zu den nominierten Belletristik-Titeln.
WeiterlesenEs war einmal Amerika
John Dos Passos beschreibt in einer epischen Roman-Trilogie, wie Amerika zu dem Land wurde, das wir heute kennen. Mit der Neuübersetzung von Dirk van Gunsteren und Nicolaus Stingl liegt ein Gründungsdokument der modernen amerikanischen Kultur nun in neuem Glanz vor.
WeiterlesenEine pulsierende Geschichte des Begehrens
Wie macht man eine problematische Geschichte, die vom Einzelnen nur lückenhaft zusammengehalten kann, nachvollziehbar und spürbar? Die Lyrikerin Rosmarie Waldrop hat in ihrem Roman »Pippins Tochter Taschentuch« Wege gefunden und eine eigene Poetik des Erinnerns entworfen, die in Ann Cottens Übersetzung im Rhythmus des Lebens pulsiert.
WeiterlesenSpleenig süße, intellektuelle Assoziationsketten
Die Leipziger Literaturübersetzerin Timea Tankó hat mit ihrer klingenden Übertragung der Notizen zu Casanovas Memoiren von Miklós Szentkuthy einen kulturellen Schatz der ungarischen Literatur für den deutschsprachigen Raum gehoben.
WeiterlesenSich auf das Leben verlassen
In Judith Hermanns feinsinnigem Roman »Daheim« hört eine Frau dem Flüstern der Vergangenheit zu und baut sich in einer kargen Landschaft eine neue Existenz auf.
WeiterlesenMythen in Tüten
Iris Hanika lässt in ihrem kunstvoll verdichtetem Roman »Echos Kammern« eine nicht mehr ganz junge Künstlerin zwischen New York und Berlin nach sich selbst suchen. Dabei gerät sie an einen attraktiven Studenten, dem nicht nur sie verfällt. Die Lektüre dieses kenntnisreichen Romans verändert die Perspektive auf wichtige Fragen der Gegenwart.
WeiterlesenDie Bedeutung des Flügelschlags
Mit »Die Vögel« hat Tarjej Vesaas 1957 den »besten norwegischen Roman, der je geschrieben wurde« (Karl Ove Knausgård) verfasst. Dessen Neuübersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel ist eine ergreifende Sensation und nur folgerichtig für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.
WeiterlesenMit »Also« fängt die Suche an
Christian Kracht schickt sein Alter Ego in dem Roman »Eurotrash« auf die Reise mit seiner psychisch kranken Mutter, um die Abgründe der historischen Schuld seiner Familie und seiner Generation zu erkunden.
WeiterlesenNiemandsland Kitchike
Kitchike könnte ein ganz normaler Ort sein, ist es aber nicht. Denn die Wahrheit ist in dem Kaff ebenso wenig zu finden wie die Gerechtigkeit. Gerüchte, Erzählungen und Mythen halten die Menschen in dieser Stadt zusammen. Misswirtschaft, Neid und Streit treiben sie auseinander. Louis-Karl Picard-Siouis Roman »Stories aus Kitchike – Der große Absturz« erzählt eindrucksvoll davon.
WeiterlesenAusgezeichnet dissonant
Was heißt es, in Europa schwarz zu sein. Der britische Essayist und Fotograf Johny Pitts hätte einfach seine eigenen Erfahrungen schildern können. Er hat sich für einen anderen Weg entschieden und ist durch ganz Europa gereist. Für sein Buch »Afropäisch. Eine Reise durch das schwarze Europa« erhält er nun den Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung.
WeiterlesenBerichte aus der Prärie
Mit ihrer Erzählung »Vom Aufstehen« gewann Helga Schubert im vergangenen Jahr achtzigjährig den Ingeborg-Bachmann-Preis. Nun legt sie unter gleichnamigem Titel 29 bewundernswerte Erzählungen vor, die »Ein Leben in Geschichten« vorbeiziehen lassen. Es ist eine triumphale Rückkehr auf die Bühne der Literatur.
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