Kann das Piratenkonzept der Liquid Democracy die Demokratie retten oder trägt es zu ihrer Liquidierung bei? Einige Überlegungen zur digitalen Demokratie.
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Raus mit der Sprache
Ann-Marlene Henning und Tina Bremer-Olszewski machen das, wovor sich die meisten Eltern drücken. Sie klären Kinder und Jugendliche auf. Ihr Buch »Make Love« zeigt, dass man der schönsten Sache der Welt nicht den Stöpsel ziehen muss, um zu erklären, was es dabei zu beachten gibt.
WeiterlesenIch ist ein anderer
Die in den USA lebende britische Comiczeichnerin Gabrielle Bell erweist sich in ihrem Werk »Die Voyeure« als große Erzählerin, die in ihrem Werk eine Psychologie des getriebenen Menschen in der Moderne entwickelt.
Das Ende der Natur
Der Hamburger Fotograf Henrik Spohler erkundet mit seinen Arbeiten die Grenzen unserer Zivilisation. Nach seinen Fotografien aus Rechenzentren und Hightechfabriken legt er nun Bilder der industrialisierten Agrarwirtschaft vor, die uns die Kälte des Kapitalismus zeigen.
Atheismus 2.0 oder: Was kommt nach dem Glauben?
Die Berliner Kulturwissenschaftlerinnen Peggy Mädler und Julia Schleipfer haben den Atheismus gegen den Strich gedacht. Im Dezember eröffnen sie eine Ausstellung über atheistische Heiligtümer und agnostische Reliquien. Ich sprach mit Peggy Mädler über Patchwork-Religiosität, Wissenschaftsskepsis, atheistische Engel und die Irrationalität der Liebe.
Analyse einer Massenbewegung
Die Geschichte der Atomkraftgegner ist voller Höhen und Tiefen. Der LAIKA-Verlag hat sich vorgenommen, sie in fünf Bänden in Text und Bild zu erfassen. Es fehlt nur noch ein Band, dann ist diese Teilbibliothek des zivilen Ungehorsams komplett.
Erinnertes Vieldinggesplitter
Der kenianische Journalist und Autor Binyavanga Wainaina erzählt auf betörende Weise vom Erwachsenwerden – dem eigenen und dem Afrikas.
Die Würde der Zurückgebliebenen
Fabriken, Unternehmen, Projekte – all das wird in der kapitalistischen Moderne abgewickelt. Aber wie wickelt man einen Ort ab, der dem Untergang geweiht ist? Die Hannoveranerin Annika Scheffel hat mit »Bevor alles verschwindet« einen eindrucksvollen Roman über das Ende einer Heimat geschrieben.
Vom Fressen und Gefressen werden
Der Amerikaner Anders Nilsen lässt in »Große Fragen« eine Horde Buchfinken den Rätseln des Daseins auf die Spur gehen und nimmt den Leser mit seinem ebenso eindringlichen wie anrührenden Comicroman gefangen.
Don Winslows Py-Roman
Es gibt eine Theorie, der zufolge jeder maximal sechs Handschläge von jeder x-beliebigen Person auf der Welt entfernt sei. Nur sechsmal guten Tag sagen, und man greift zur Hand des amerikanischen Präsidenten oder des Papstes. Winslows Charaktere geben einem das ungute Gefühl, dass man deutlich weniger Handschläge von der Verbrecherwelt entfernt ist. Zwischen Verbrecherboss, anerkannten Geschäftsmann und handzahmen Familienvater ist oft nur der Vorhang der Nacht, wenn alle Katzen grau sind.
Ein geistesblitz-funkensprühendes Vergnügen
Der Österreicher Nicolas Mahler zeichnet wie ein Berserker. Die Schlagzahl seiner Publikationen ist beeindruckend, seine Zeichnungen an Genialität kaum zu überbieten. Und auch die großen Klassiker können ihn nicht einschüchtern. Mit »Der Mann ohne Eigenschaften« hat er nun Robert Musils Jahrhundertroman in Bildern umgesetzt.
Nichts ist mehr wie es war
Dem WDR ist mit der preisgekrönten Produktion von »Ein letzter schöner Tag« ein wahrhaftiger Film darüber gelungen, wie der Alltag aus den vermeintlich sicheren Bahnen geraten kann, wenn ein naher Mensch sich das Leben nimmt. Authentisch und ohne ideologische Scheuklappen begleitet der Film eine Familie in einer Ausnahmesituation.
Engagierte für einen neuen Islam
Deutschlands erste Professorin für Islamische Studien, Katajun Amirpur, hat sechs islamische Reformtheologen porträtiert, die den Islam nur in Verbindung mit Demokratie und Menschenrechten verwirklicht sehen. Tatsächlich repräsentativ für die innerislamischen Debatten sind die Thesen dieser Querdenker jedoch nicht.
Weiblich, sinnlich, selbstbewusst
Die »Fräulein«-Fotografien von Ellen von Unwerth erinnern an die Ästhetik Helmut Newtons. Allerdings nimmt seine Schülerin den starken Persönlichkeiten auf ihren Bildern die verordnete Strenge und gibt ihnen eine sinnliche Verspieltheit zurück.
Weiterlesen«Wir leben in einer Pseudodemokratie»
Der Schriftsteller Ingo Schulze bringt auf wenigen Seiten auf den Punkt, was andere in mehreren Büchern nicht zu greifen bekommen. In seiner Dresdener Rede fordert er eine Revitalisierung des politischen Selbstbewusstseins gegen das alles ergreifende neoliberale Wirtschaftssystem. Ein Gespräch über die Unbilden der Zeit.















