Berlinale 2026: À voix basse
Leyla Bouzids tunesisches Familiendrama »À voix basse« ist ein Film voller Leben und Zärtlichkeit, der sich nicht vor gesellschaftlichen Tabus und dem Schmerz der persönlichen Enttäuschung drückt.
In dieser Kategorie sind alle Beiträge versammelt, die während der Berlinale entstehen.
Leyla Bouzids tunesisches Familiendrama »À voix basse« ist ein Film voller Leben und Zärtlichkeit, der sich nicht vor gesellschaftlichen Tabus und dem Schmerz der persönlichen Enttäuschung drückt.
Mit »Das Lehrerzimmer« hat es der deutsch-türkische Filmemacher Ilker Çatak bis zu den Oscars geschafft. Auf der diesjährigen Berlinale stellt er seinen neuen Film »Gelbe Briefe« vor, der schon im März in die Kinos kommt. Er handelt von einem Künstlerpaar in einer Gesellschaft, in der die Räume immer kleiner werden.
Mit dem politischen Drama »No Good Men« der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat startete am Donnerstagabend die 76. Berlinale. Im Mittelpunkt steht eine Kamerafrau, die in der patriarchalen Gesellschaft ihren Weg geht. Insgesamt konkurrieren 22 Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären.
Das Liebesdrama »Dreams (Sex Love)« des Norwegers Dag Johan Haugerud ist völlig zurecht zum besten Film der 75. Berlinale gekürt worden. Damit gewann nach zwei Jahren erstmals wieder ein Spielfilm das Rennen um den Goldenen Bären. Auch bei den Silbernen Bären hat die Jury viele gute und nachvollziehbare Entscheidungen getroffen.
Die einzige Dokumentation im Wettbewerb zeigt den Schulalltag in der Ukraine unter Kriegsbedingungen. »Timestamp« von Kateryna Gornostai ist der erste Film einer ukrainischen Filmemacherin, der um die Berlinale-Bären konkurriert. Kurz vor der Premiere hat Gornostai in Berlin ihr erstes Kind geboren.
Die 75. Berlinale biegt auf ihre Zielgerade ein. Mit Richard Linklater, Radu Jude und Hong Sang-soo präsentierten einige bereits ausgezeichnete Filmemacher ihre neuen Werke im Wettbewerb. Dabei erzählen sie auf ganz unterschiedliche Weise mitreißende Geschichten von Menschen, denen der Alkohol zum Verhängnis wird.
Im Wettbewerb der Berlinale spielen Mütter und ihre Nerven eine große Rolle. Mary Bronstein und Johanna Moder zeigen in ihren Filmen, wie schrecklich, überfordernd, bedrängend und beängstigend Mutterschaft sein kann. Iván Fund und Frédéric Hambalek lassen mit übersinnlichen Kräften unterhaltsamere Töne anklingen.
Der rechtsextreme Anschlag von Hanau, bei dem neun Menschen umgebracht worden sind, jährt sich zum fünften Mal. Die Dokumentation »Das Deutsche Volk« ist ein filmisches Denkmal für die Opfer und erzählt die Geschichten der Überlebenden und Angehörigen. Die Doku »Die Möllner Briefe« begleitet 30 Jahre nach den dortigen rassistischen Angriffen Überlebende und Hinterbliebene.
In Berlin ist das Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären eröffnet. In den ersten Tagen der 75. Filmfestspiele standen Generationenkonflikte sowie die Frage nach den Verhältnissen und wie sie eigentlich sind im Mittelpunkt vieler Filme.
Der neue Film von Oscarpreisträger Bong Joon Ho ist eine dystopische Space Opera, in der gescheiterte Politiker und vermögende Tech-Millionäre ein besseres Leben im All versprechen. Zugleich ist seine Weltraumodyssee »Mickey 17«, die bei der Berlinale erstmals dem deutschen Publikum gezeigt wird, eine Ode an die Menschlichkeit.
Nach fünf Jahren ist die 74. Berlinale auch die letzte von Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian. Einst trat das Duo mit dem Auftrag an, das von Dieter Kosslik heillos überfrachtete Festival künstlerisch und organisatorisch zu reformieren. Am Ende waren es vor allem die Sparmaßnahmen, die zur Verschlankung des Programms geführt haben, dem auch nach fünf Jahren eine klare Handschrift fehlt.
Für manche sind sie Kinderkram, für andere große Kunst. Die Rede ist von Animationsfilmen. Die Berlinale hat einige im Programm. Ein Beitrag über Liu Jians »Art College 1994«, Makoto Shinkais »Suzume«, den Film »White Plastic Sky« von Tibor Bánóczki und Sarolta Szabó sowie »La Sirène« von Sepideh Farsi.
Der fast zweistündige Film über eine Anlaufstelle für geistig kranke Menschen des Franzosen Nicolas Philibert gewinnt den Goldenen Bären der 73. Berlinale. Christian Petzold und Angela Schanelec sammeln weitere Bären ein, ein faszinierendes Kind wird für die Beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle ausgezeichnet.
Am Ende der 73. Berlinale sprechen alle über ein Thema: toxische Männlichkeit. Die vierte Auflage des Filmfestivals unter der künstlerischen Leitung von Carlo Chatrian überzeugte mit einem spannenden Wettbewerb, lässt aber auch eine gewisse Willkür erkennen. Von den angekündigten Schwerpunkten zum Iran und zur Ukraine war wenig zu spüren. Eine erste Bilanz.
Christoph Hochhäuslers queerer Film Noir »Bis ans Ende der Nacht« schließt den Wettbewerb der Berlinale. Noch einmal geht es um die Suche der eigenen Identität inmitten traumatisierter Seelenlandschaften.