Im Schmerz gefunden
Freiheit. Gleichheit. Brüderlichkeit. Das sind die Ideale der französischen Nation. Èric Vuillard erzählt in »14. Juli« davon, wie sich diese Nation an den Füßen der Bastille fand.
Freiheit. Gleichheit. Brüderlichkeit. Das sind die Ideale der französischen Nation. Èric Vuillard erzählt in »14. Juli« davon, wie sich diese Nation an den Füßen der Bastille fand.
Der Berliner Bürgerrechtler und Jurist Bijan Moini wagt sich in seinem literarischen Debüt »Der Würfel« an den Entwurf einer positiven Zukunft, in der alle Daten transparent sind. Sein utopischer Roman ist die perfekte Blaupause, um über unsere nahe Zukunft nachzudenken. Wir sprachen mit ihm über den Wert und das Potential von Daten und darüber, wie diese richtig eingesetzt zum Wohl Allgemeinheit beitragen könnten.
Was heißt es, fremd im eigenen Land zu sein? Wie überwindet man die Bürde der eigenen Herkunft? Wie findet man seinen Platz in der Welt? John Okada erzählt in seinem wiederentdeckten Klassiker »No No Boy« eindrucksvoll von den Folgen getroffener Entscheidungen.
Nora Bossong schreibt Gedichte über Heimat und Fremde, Menschen und Orte, über Politik und Gefühl und führt aus dem alten Europa in den Nahen Osten der Gegenwart.
Mit hohen Erwartungen ist Fatih Akins Verfilmung von Heinz Strunks Roman »Der Goldene Handschuh« in den Wettbewerb der Berlinale gegangen. Der Film weist in seinem Handwerk Parallelen zu Takis Würgers viel kritisiertem Roman »Stella« auf.
Takis Würger war 2017 der Newcomer der deutschsprachigen Literaturszene. Nach seinem kometenhaften Anstieg folgt nun der harte Fall auf den Boden der Wirklichkeit.
Maja Lunde ist ständig auf Achse, alle wollen mit der Norwegerin sprechen. Mit ihrem Roman »Die Geschichte der Bienen«, in dem sie vom mysteriösen Sterben der Insekten und den fatalen Folgen erzählt, landete die dreifache Mutter einen Weltbestseller. Nun ist die dreifache Mutter mit dem Nachfolgeroman »Die Geschichte des Wassers« unterwegs. Kurz nach der Frankfurter Buchmesse sprechen wir über die Erderwärmung, den Hambacher Forst und unsere Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen.
In eindrucksvoller Manier hält Man-Booker-Preisträger Paul Beatty in seinem Roman »Der Verräter« der postrassistischen US-amerikanischen Gesellschaft den Spiegel vor. Ein literarischer Kristall, dessen Strahlen die Finsternis ausleuchtet.
Philipp Weiss ist eine Art österreichisches Pendant zu Dietmar Dath, Genialität und Wahnsinn liegen bei ihm nah beieinander. Gelangweilt von der besten aller Welten debütiert der Wiener Schriftsteller mit einem fünfhändigen Romanzyklus »Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen«. Ein Gespräch über grenzenloses Schreiben, die gestaltende Kraft des Menschen und den Wert der Wissenschaft.
Die schwedische Schriftstellerin Lina Wolff schreibt aus entschieden feministischer Perspektive und führt uns die virile Misogynie (der Literatur) unserer Zeit vor Augen. In ihrem neuen Roman rächt sich eine junge Frau an einem Mann und zugleich an der Literatur.
Der Amerikaner Adam Haslett beobachtet in seinem Roman, wie sich eine Familie gegen die Depression wehrt. »Stellt Euch vor, ich bin fort« ist auch von seiner persönlichen Erfahrung des Verlusts geprägt.
Jahrzehnte hat der US-amerikanische Autor George Saunders mit Kurzgeschichten seine Instrumente geschärft. Sein erster Roman »Lincoln im Bardo« ist eine literarische Sensation.
Ihr neuer Roman »Töchter« ist eines der besten deutschsprachigen Bücher des Frühjahrs. Lucy Fricke spricht im Interview über Frauenfreundschaften und Familienverhältnisse, Wahrheit und Fiktion, über das Wühlen in den eigenen Abgründen und sinnlose Kämpfe.
Dem Tod geweiht erzählt Amerikas Ausnahmeästhet Denis Johnson in seinen letzten Erzählungen vom Leben. In seiner Geschichtensammlung »Die Großzügigkeit der Meerjungfrau« wird noch einmal sichtbar, wie bildgewaltig und facettenreich der vor einem Jahr verstorbene Autor, der sich selbst einmal als Ozzy Osborne der Literatur bezeichnete, gegen die Kälte der Gegenwart anschrieb.
Der Singersongwriter und Schriftsteller Jan Böttcher entführt in seinem fünften Roman in die Provinz. Sein aktuelles Buch »Das Kaff« ist ein Heimatroman im allerbesten Sinne, hochaktuell und präzise beobachtet. Wir sprachen mit ihm über provinzielle Perspektiven, Fußball als Blitzableiter und Berlin als Kontrastprogramm.