Reiner Stach ist Herausgeber der bahnbrechenden dreibändigen Kafka-Biografie sowie weiterer Kafka-Schriften. Kaum jemand ist so tief in den rätselhaften und labyrinthischen Kosmos des Prager Autors vorgedrungen wie Stach. Nun gibt er im Wallstein-Verlag eine neue Leseausgabe von Franz Kafkas Werken heraus. Im Interview spricht er über seine Motive und die Zeitlosigkeit von Kafkas Literatur.
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Kafka in Bild und Ton
Das Kafka-Jahr spielt auch abseits des strikt Literarischen eine zentrale Rolle. Zahlreiche Comics setzen Kafkas Leben und Werke in Text und Bild um. Sven Regener hat Kafkas Werk als Hörbuch eingelesen und für das Frühjahr sind eine Miniserie und ein Kinofilm angekündigt.
WeiterlesenKomplexe Aufzeichnungen
Alice Walker ist eine der renommiertesten Schwarzen Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Vor wenigen Tagen ist sie 80 Jahre alt geworden. In ihren Tagebüchern begegnet einem diese Lichtgestalt in all ihrer Ambivalenz.
WeiterlesenLektionen und Exkursionen zu Franz Kafka
»Irgendwann einmal wird man wissen, warum in unserem Jahrhundert soviel große Künstler so viele unlesbare Werke geschrieben haben. Und warum diese unlesbaren und ungelesenen Bücher wunderbarerweise dennoch Einfluß auf das Jahrhundert ausübten und berühmt sind«, notierte Witold Gombrowicz in seinem Tagebuch nach der Lektüre von Franz Kafkas Roman »Der Prozess«.
WeiterlesenTheater als Schule des Lebens
Die Bühnen-Komödie »Theater Camp« erzählt von jungen Menschen, die von den Bühnen der Welt träumen. Das fulminante und unterhaltsame Debüt von Nick Lieberman und Molly Gordon, in Sundance mit dem Preis der Jury ausgezeichnet, ist eine Hommage an die rebellische Alternativkultur, die mehr und mehr verschwindet.
WeiterlesenFeministisch und surreal – »Poor Things« ist ein Meisterwerk
Der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos hat mit »Poor Things« eine gleichermaßen poetische wie moderne Frankenstein-Variation gedreht. Der für insgesamt elf Oscars nominierte Film ist vom Drehbuch über die Besetzung und schauspielerische Leistung bis hin zur ästhetischen Bildsprache ein Meisterwerk, das unerschrocken und konsequent für die künstlerische Vision seines Machers spricht.
WeiterlesenBerlinale 2024: Kino in schmerzhaften Zeiten
Nach fünf Jahren ist die 74. Berlinale auch die letzte von Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian. Einst trat das Duo mit dem Auftrag an, das von Dieter Kosslik heillos überfrachtete Festival künstlerisch und organisatorisch zu reformieren. Am Ende waren es vor allem die Sparmaßnahmen, die zur Verschlankung des Programms geführt haben, dem auch nach fünf Jahren eine klare Handschrift fehlt.
Weiterlesen»Jeder hat sofort ein Bild von Kafka«
Seit Jahren nimmt der Wiener Comiczeichner Nicolas Mahler die Hochkultur auseinander. Als Freibeuter im Meer der Weltliteratur macht er sich ein Werk nach dem anderen zu eigen. Zum 100. Todestag von Franz Kafka sind gleich zwei Arbeiten von ihm erschienen. Ich konnte mich mit ihm bereits im Herbst letzten Jahres, bevor er zum Leiter der Wiener Schule für Dichtkunst berufen wurde, mit Mahler über Faszinierendes und Skurriles in Leben und Werk des Prager Schriftstellers austauschen.
WeiterlesenMerkels Mehltau-Republik
Nein, ein Fan von Angela Merkel ist Alexander Hagelüken wahrlich nicht. Als »passive Kanzlerin« habe sie den »ausgeglichenen Haushalt zum Fetisch erhoben und das Land kaputtgespart«. Sie habe die Digitalisierung, die Solar-Industrie nach China verscherbelt und Innovationen wie den 3D-Druck verschleudert. Ihre 16 Regierungsjahre lähmten immer noch Land.
WeiterlesenDissidentisches Kopfkino
Stephanie Bart begibt sich für ihren bedrückenden Roman »Erzählung zur Sache« in die Gedankenwelt von Gudrun Ensslin. Dabei macht sie die Radikalisierung der RAF aus dem Inneren heraus verständlich, ohne die Taten zu rechtfertigen. In dem Versuch, dem dissidentischen Weltgeist eine Stimme zu geben, lassen sich Parallelen sowohl zu Klassikern wie Peter Weiss »Ästhetik des Widerstands« als auch zu Gegenwartsromanen wie Frank Witzels »Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969« oder Antoine Volodines »Einige Einzelheiten über die Seele der Fälscher« ziehen.
WeiterlesenIn Haruki Murakamis Reich des Un(ter)bewussten
Sechs Jahre nach seinem letzten Roman legt Haruki Murakami ein dunkel leuchtendes Alterswerk vor. Pünktlich zu seinem 75. Geburtstag erscheint heute sein neuer verblüffender Roman »Die Stadt und ihre ungewisse Mauer«.
WeiterlesenSagen Graureiher die Wahrheit?
In seinem nun mutmaßlich allerletzten Film führt der Begründer der längst legendären Ghibli-Studios Hayao Miyazaki zu den allerletzten Fragen. In diesem fantasievollen Alterswerk schimmert, schwirrt und wimmelt es in allen Ecken. Es ist gut möglich, dass der Japaner mit »Der Junge und der Reiher« seinen zweiten Oscar gewinnt.
WeiterlesenKafka Originals
Ob in der Schule oder später auf dem Sofa – um Franz Kafka kommen Menschen nicht herum, deren Herz für die Literatur schlägt. Wer verstehen will, wie der in Prag lebende Versicherungsbeamte mit seinen Schriften die Kultur bis heute prägt, muss sich in seine Textwelten begeben. Dazu laden verschiedene Neuerscheinungen ein, die kurz vor dem Kafka-Jahr erschienen sind oder bis zum 100. Todestag in den kommenden Wochen erscheinen.
WeiterlesenUrgestein der Bande Dessinée
Der Schöpfer von »Spirou und Fantasio«, »Gaston« und dem »Marsupilami«, einer der Gründungsväter des europäischen Comics, der Belgier André Franquin, wäre am 3. Januar 2024 einhundert Jahre alt geworden. Anlässlich des Jubiläums erleben seine Arbeiten ein prächtiges Revival.
WeiterlesenMeisterin der Short Story
Die bald 80-jährige Schriftstellerin Joy Williams ist eine Grande Dame der amerikanischen Literatur. Jetzt erst wird sie in Deutschland so richtig entdeckt. Ein Band mit dreizehn dunkel schimmernden Erzählungen liegt bereits vor, ihr hochgelobter Debütroman erscheint im Frühjahr.
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