Über die moralischen Anforderungen eines Amtes oder: Warum Katharina Blum mehr Ehre besitzt als unsere verfehlten Spitzenkräfte. Der britische Philosoph Kwame Anthony Appiah erklärt es in seinem klugen Essay »Eine Frage der Ehre oder Wie es zu moralischen Revolutionen kommt«.
Neueste Artikel
Willkommen am Meer
Egon Erwin Kisch, Stefan Zweig, Joseph Roth – heute Granden der deutschen Literatur, im Sommer 1936 personae non gratae in Nazideutschland. Volker Weidermann schreibt von ihrem gemeinsamen Sommer im Exil im belgischen Ostende, der ein Sommer der Freundschaft, aber auch ein Sommer der Abschiede und der Einsamkeit ist.
WeiterlesenDie Notwendigkeit der Liebe
»Es galt, sich zu verlieben, einen Partner zu finden, doch was, wenn es soweit war?« Dieser Frage gehen die drei Hauptfiguren in Olga Grjasnowas zweitem Roman »Die juristische Unschärfe einer Ehe« ohne Rücksicht auf Verluste nach.
WeiterlesenNeun Überlebensmittel
»Keep them entertained, keep them happy, keep them fed, keep them drunk.« Karen Köhler legt mit ihrer Erzählungssammlung »Wir haben Raketen geangelt« ein fulminantes Debüt vor. Raffiniert, rührend und radikal erzählt die Hamburgerin von der Fragilität der menschlichen Existenz.
WeiterlesenRückblick auf einen traurigen Fürsten
Mit seinen Berichten und Reportagen aus der Parallelwelt der Gutbetuchten hat sich Truman Capote ebenso viele Freunde wie Feinde gemacht. Er verstand es wie kein anderer, den Schönen und Reichen lange genug den Honig um den Bart zu schmieren, um an die gewünschten Informationen zu gelangen. Und zugleich nahm er kein Blatt vor den Mund, wenn es anschließend darum ging, diese bestmöglich zu verwerten.
Liegen lernen oder »Managertypen« liegen auf dem Rücken
Von trotzigen »Bett-Fröschen«, misstrauischen »Begehrern« und nervösen, ihr Kopfkissen umklammernden »Fallschirmspringern« – Bernd Brunner gibt in »Die Kunst des Liegens« einen verträumten Einblick in die Liegeweisen des Menschen.
WeiterlesenDie Welt zwischen den Polen
Zwischen Urknall und den ersten Dinosauriern spielte sich eine bis heute nahezu unbekannte Erdgeschichte ab. Von ihr liest man in keinem Lexikon und keinem Schulbuch. Mit der erst 25-jährigen Londoner Zeichnerin Isabel Greenberg haben die Anhänger dieser sagenumwobenen Weltgeschichte ihre ungekrönte Königin. In ihrem Debütcomic »Die ENZYKLOPÄDIE der FRÜHEN ERDE« erzählt sie in beeindruckender Souveränität und fulminant expressiven Bildern die Geschichte einer frühen Zivilisation.
WeiterlesenDas Wettlesen kann beginnen
Die 20 Romane, die auf der Frankfurter Buchmesse als bester deutschsprachiger Roman 2014 ausgezeichnet werden können, sind nominiert. Neben einigen zu erwartenden Nominierungen gibt es auch einige Überraschungen. Andere Romane werden hingegen schmerzlich vermisst.
more»Wer die meisten Fotografien hat, gewinnt«
Der Münchener Kunsthistoriker und Kunstkritiker Walter Grasskamp räumt in »André Malraux und das imaginäre Museum« mit einem Mythos auf, indem er bilder- und faktenreich nachweist, wie sich der Franzose beim Versammeln der Weltkunst frei bei anderen bedient hat.
Das Leben als Ausnahmezustand
Unangepasst und asozial – dies ist das Bild, das jeder Passant von Martin haben muss. Auch sein Jugendfreund Thomas, der ihm nach Jahren der Trennung wiederbegegnet, macht da keine Ausnahme. Bis er in ihm seine eigene Sehnsucht nach Freiheit entdeckt.
WeiterlesenAkustische Kunst oder Klamauk?
Normalerweise beginnt man beim Lesen eines Buches, die Welt durch die Augen des Autors zu sehen. Mit »Talking Heads Fear of Music. Ein Album anstelle eines Kopfes« aber hört man ein Album mit den Ohren des 15-jährigen Jungen, der einer der größten Autoren Amerikas werden sollte.
WeiterlesenAuf der Suche nach dem individuellen Glück
Jonathan Franzen hat mit »Freiheit« den großen amerikanischen Gegenwartsroman geschrieben. Seine Hauptcharaktere Walter und Patty Berglund werden noch in Jahren als literarische Referenzfiguren eine gewichtige Rolle spielen.
WeiterlesenDie goldene Lüge des Nekromanten
Der Verlag rotopolpress verlegt grafische Literatur von revolutionärer Bildsprache. Kürzlich sind drei Werke aus dem Haus mit dem ICOM Independent Comic Preis ausgezeichnet worden, die zwischen Space-Opera, Spinnerei und Mythologie wandeln. Thomas Wellmanns »Pimo & Rex« ist ein überbordendes Farb- und Formspektakel und eine begeisternde Herausforderung für unsere Lese- und Sehgewohnheiten.
WeiterlesenWo Bildungsbürgertum und Comic zusammen treffen
Die British Library präsentiert die bislang größte Comicausstellung Großbritanniens und macht in sechs Sektionen deutlich, dass die Neunte Kunst sowohl in der gesellschaftlichen und kulturellen Mitte als auch an deren Rändern verankert ist.
WeiterlesenDie Patronen im Magazin
Wer sich für Tschetschenien und Literatur interessiert, war bislang auf Arkadi Babtschenko und seine Romane angewiesen. Mit dem Amerikaner Anthony Marra gibt es nun eine weitere gewichtige Stimme. Sein Roman »Die niedrigen Himmel« zeigt die menschliche Seite in einem seit Jahren gärenden Konflikt.
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