Alle Artikel in: Interviews & Porträts

»Jede Reduktion muss scheitern«

Philipp Weiss ist eine Art österreichisches Pendant zu Dietmar Dath, Genialität und Wahnsinn liegen bei ihm nah beieinander. Gelangweilt von der besten aller Welten debütiert der Wiener Schriftsteller mit einem fünfhändigen Romanzyklus »Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen«. Ein Gespräch über grenzenloses Schreiben, die gestaltende Kraft des Menschen und den Wert der Wissenschaft.

»Die Melancholie des Unvollständigen ist schon wieder verschwunden«

Der junge Kommissar Ariel Spiro wird ins Berlin der 20er Jahre versetzt und mit seinem ersten Fall direkt in das existenzialistisch-schillernde Tages- und Nachtleben der Metropole geschubst. »Der weiße Affe« von Kerstin Ehmer ist mehr als nur ein historischer Berlin-Krimi. Es ist der Auftakt einer Serie mit Suchtpotential. Ein Gespräch über das historische Westberlin, die Liebe zum Detail und das Leben hinterm Tresen.

Fail better oder: Zum Schreiben berufen

Marion Poschmann besitzt eine seltene Doppelbegabung. Wie keiner anderen gelingt es ihr, die Poesie ihrer Lyrik in ihre Prosa zu übertragen und die Erzählkunst ihrer Romane in ihre Gedichte einfließen zu lassen. Mit ihrem neuen Roman »Die Kieferninseln« stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Wir sprachen mit ihr über die Faszination des Träumens, die Kraft der Melancholie und die Sysiphusarbeit des Schreibens.

Das schöne Funkeln in den Augen

Maria-Christina Piwowarski von ocelot – not just another bookstore ist positive gestimmt. Dem Kulturpessimismus im unabhängigen Buchhandel setzt sie Kundenorientierung, Empfehlungskompetenz und Kooperation statt Konkurrenzdenken entgegen. Dass die Kultbuchhandlung in Berlin-Mitte inzwischen Teil eines größeren Verbunds und damit nicht mehr wirtschaftlich unabhängig ist, verschweigt sie nicht.

»Mich interessiert, wie Gesellschaft funktioniert«

Mit »Wieder unterwegs« und »Bleierne Hitze« sind in diesem Frühsommer zwei neue Alben des franco-italienischen Zeichners Hervé Barulea, besser bekannt als Baru, erschienen. Seine Alben »Autoroute du soleil« und »Die Sputnik-Jahre« gehören zu internationalen Comic-Bestsellern. Wir sprachen mit ihm über seine Arbeit, die Motive in seinen Alben und seine gesellschaftspolitische Haltung.

»Mit Trump hätte Hunter sicherlich seinen Spaß«

Große amerikanische Autoren wie Tom Wolfe oder James Salter lobten den meisterhafter Stil und die abgründige Komik in der Prosa von Hunter S. Thompson. Mit seinem Buch über die Hells Angels und dem Roman »Angst und Schrecken in Las Vegas« wurde Thompson zur Kultfigur. In der Edition Tiamat ist eine Auswahl seiner grenzenlosen Korrespondenz mit Persönlichkeiten wie Tom Wolfe, Kurt Vonnegut und zahlreichen seiner Redakteure und Lektoren erschienen. Ein Fan-Interview mit dem begeisterten Hunter S. Thompson-Leser Marvin Kleinemeier über den engagierten Reporter und dessen Gonzo-Briefe.