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Signe (Kristine Kujath Thorp) in »Sick of Myself« von Kristoffer Borgli | © Oslo Pictures / Garagefilm / Film i Väst 2022

Von Posern und Impostern

Kristoffer Borglis schwarze Komödie »Sick of Myself« geht dahin, wo es weh tut. Seine skurrile Heldin will ihre Mittelmäßigkeit hinter sich lassen und geht dafür radikale Wege. Ein satirischer Genre-Mix, der keine Angst hat, den Body-Horror unserer Zeit im Schaufenster des Kinos bloßzustellen.

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Belmondo-Collection | © Thomas Hummitzsch

Ein Meister seines Fachs

Anderthalb Jahre nach seinem Tod ist im Frühjahr eine »Belmondo Collection« mit einigen der wichtigsten Filme des Franzosen erschienen. Sie zeigt die Wandlungsfähigkeit der Schauspiel-Ikone Jean-Paul Belmondo, der die Nouvelle Vague ritt wie kein anderer, um schließlich auf dem Pferd des Unterhaltungskinos dem Sonnenuntergang entgegen zu reiten.  

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Domenico Müllensiefen erhält den Uwe-Johnson-Förderpreis 2023 | © Thomas Hummitzsch

Domenico Müllensiefen erhält Uwe-Johnson-Förderpreis

Der mit 5.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis 2023 wird im September an Domenico Müllensiefen für seinen Wenderoman »Aus unseren Feuern« verliehen. »Der Autor schreibt, als würde er lange schon nichts anderes tun«, heißt es in der Begründung. Der in Leipzig lebende Autor trat mit seinem Debüt in die Fußstapfen von Clemens Meyer, so lebendig und voller Punch ist sein Roman.

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Werke des Büchner-Preisträgers Lutz Seiler | © Thomas Hummitzsch

Georg-Büchner-Preis geht an Lutz Seiler

Der in Thüringen geborene Lyriker und Prosaist Lutz Seiler erhält Anfang November den wichtigsten Literaturpreis des Landes. Niemand macht aus dem Zerrinnen von Erfahrungen und Erinnerungen so klingende Literatur wie der in Deutschland und Schweden lebende Schriftsteller, der spätestens jetzt als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren gelten muss. Seine preisgekrönten Romane haben als veritable Bestseller viele Leser:innen gefunden, seine Erzählungen und Gedichte hätten wohl ebenso viele Leser:innen verdient.

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Werke der Paul-Celan-Preisträger Sabine Müller und Holger Fock | © Thomas Hummitzsch

Holger Fock und Sabine Müller erhalten Paul-Celan-Preis

Der vom Deutschen Literaturfonds alljährlich vergebene, mit 20.000 Euro dotierte Paul-Celan-Preis für herausragende Übersetzungen geht in diesem Jahr an das Übersetzungstandem Holger Fock und Sabine Müller. Damit erhalten zwei verdiente Übersetzer:innen aus dem Französischen den wichtigsten deutschen Übersetzerpreis. Dass auch sie auf das Preisgeld angewiesen sind, haben sie erst kürzlich in einem Essay erklärt und damit auf ein strukturelles Problem von Übersetzenden hingewiesen.

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