Neueste Artikel

Krieg ist Frauensache

Mit »Asterix und der Greif« schließen Jean-Yves Ferri und Didier Conrad an die frühen gallischen Abenteuer an. Während die Verbreitung von Verschwörungstheorien Berücksichtigung findet, findet die Debatte um Geschlechterrollen trotz Matriarchat wenig Niederschlag.

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© Thomas Hummitzsch

Prix Goncourt und Booker Prize prämieren afrikanische Literatur

Der Senegalese Mohamed Mbougar Sarr hat den Prix Goncourt, der Südafrikaner Damon Galgut den Booker Prize gewonnen. Damit gingen die renommierten Preise für den besten französisch- und englischsprachigen Roman an Autoren, die über afrikanische Themen schreiben. Vor wenigen Wochen erst wurde der auf Sansibar geborene britische Schriftsteller Abdulrazak Gurnah mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

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Jannis Niewöhner, Luna Wedler | Foto: Sammy Hart

Faschistische Machtergreifung

Auf der Frankfurter Buchmesse wurde wieder über rechte Verlage diskutiert und das Argument der Meinungsfreiheit vorgetragen. Dabei geht es den neuen Faschist:innen nicht um Diskurs. Sie wollen Debatten kapern und Angst schüren. Auf welche Strategien sie dabei zurückgreifen, führt Christian Schwochow in »Je suis Karl« vor Augen. Der Film erzählt in brachialen Bildern von der faschistischen Unterwanderung unserer Gesellschaft – bis zum bitteren Ende.

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Foto: Thomas Hummitzsch

Medialer Kurzschlussaktivismus

Die Debatte um den Boykott der Frankfurter Buchmesse durch Jasmina Kuhnke und andere Autor:innen zeigt, wie es um die Kräfteverhältnisse in Redaktionen bestellt ist. Es waren vor allem die Positionen von gut situierten, weißen Männern, die die Debatte in eine bestimmte Richtung lenkten. Betroffene und BIPOCs wurden kaum gehört, die tatsächliche Bedrohung von rechts spielte kaum eine Rolle.

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Werke von Tsitsi Dangarembga | Foto: Thomas Hummitzsch

Nur ein Stück Fleisch

Die diesjährige Friedenspreisträgerin Tsitsi Dangarembga beschreibt im dritten Roman ihrer Trilogie den weiblichen Körper als Schlachtfeld gesellschaftlicher Verteilungskämpfe. Dass die Bücher nicht in der richtigen Reihenfolge erscheinen, ist bedauerlich, denn aus der hoffnungsvollen Hauptfigur des Debüts »Aufbrechen« ist inzwischen eine verbitterte Frau geworden, die in Simbabwes Hauptstadt in existenziellen Nöten lebt. Wie genau es dazu gekommen ist, wird in »Überleben« nur angedeutet. Die Strahlkraft dieser Literatur bleibt davon unberührt. Dangarembga erschließt eine Welt, von der wir viel zu wenig wissen.

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Deutscher Buchpreis 2021 | Foto: Thomas Hummitzsch

Sprache in zänkischen Zeiten

Antje Rávik Strubel bezieht bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises Position im Meinungsstreit um Fragen von Benennungen und Bezeichnungen. Ihre Dankesrede war ein Plädoyer für die Offenheit und Beweglichkeit der Sprache. Um eine Normalität greifen zu können, die normal ist, weil sie ist und nicht weil sie gut oder schlecht ist.

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Foto: Thomas Hummitzsch

Kinder mit Star-Appeal

Taiyo Matsumoto ist ein außergewöhnlicher Manga-Zeichner, dessen Herz insbesondere für Kinder schlägt. Sein Meisterwerk, die sechsteilige Kinderheim-Serie »Sunny«, ist der beste Beweis. Dank engagierter Comicverlage können seine magisch-realistischen Werke auch über »Sunny« hinaus endlich auch hier entdeckt werden.

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Nicht nur literarisch Nachholbedarf

Die Auszeichnung des Tansaniers Abdulrazak Gurnah mit dem Literaturnobelpreis hat den deutschen Literaturbetrieb auf dem falschen Fuß erwischt. Die weitgehende Unkenntnis von Autor und Werk zeigt nicht nur, dass die deutschsprachige Literaturlandschaft zu westlich orientiert ist, sondern macht auf ein viel grundsätzlicheres Problem der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte aufmerksam.

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