Die verrücktesten Bücher, die ich jemals gelesen habe, stammen aus der Feder von Mark Z. Danielewski. Der amerikanische Autor mit polnischen Wurzeln erzählt nicht nur mit Worten, sondern mit deren Inszenierung. Ob »Das Haus«, »Only Revolutions« oder »Das Fünfzig-Jahr-Schwert« – jedes Buch ist ein Ereignis.
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Eine Rose und einen Goldenen Bären für die Filmleute
Dem iranischen Regisseur Jafar Panahi ist für seinen Film »Taxi« der Goldene Bär für den Besten Film verliehen worden. Die Jury zeichnet damit ein unter widrigen Umständen gedrehtes Porträt einer Gesellschaft im ständigen Ausnahmezustand aus. Panahi gewann bereits 2006 mit seinem Film »Offside« den Großen Preis der Jury. Auch bei den Silbernen Bären zeigte sich, dass die Berlinale das politischste unter den internationalen Filmfestivals ist.
WeiterlesenRasante Räuberpistolen
Der chinesische Regisseur Jiang Wen stellt mit »Gone with the Bullets« einen glitzernde Gangsteroperette vor, der Japaner Sabu schließt mit seinem überirdischen Roadmovie »Chasuke’s Journey« den Wettbewerb ab.
WeiterlesenAuf der Suche nach dem Ich
Auf der Zielgeraden wurde die Berlinale im Wettbewerb noch einmal nachdenklich. Nach der bildgewaltigen Eisenstein-Hommage von Peter Greenaway, der traumtänzerischen Hollywood-Elegie von Terrence Malick und den kraftvollen Jugenderzählungen von Sebastian Schipper oder Andreas Dresen waren an den letzten Tagen mit Beiträgen aus Osteuropa und Südostasien Filme zu sehen, die Identitätsfragen und -konflikte aufgreifen.
WeiterlesenIm Namen der Liebe
Sex war am Mittwoch auf der Berlinale ein großes Thema. Ob in Peter Greenaways spielerischer Hommage »Eisenstein in Guanajuato«, in der restaurierten Fassung von Mark Christophers »54: The Director’s Cut« oder in Sam Taylor-Woods Verfilmung des vermeintlichen SM-Bestsellers »Fifty Shades of Grey«.
WeiterlesenStatt Puntigam die weite Welt
Wolf Haas hat nach fünfjähriger Pause mit »Brennerova« endlich wieder einen neuen Brenner-Roman vorgelegt. In diesem Kriminalmärchen zur Globalisierung verschlägt es den kauzigen Privatermittler bis nach Russland und die Mongolei. Ein Kult erhält eine wohlverdiente und gelungene Fortsetzung.
WeiterlesenSergej Eisenstein liebt und stirbt in Mexiko
In dem hervorragend arrangierten und wunderbar spielerischen Wettbewerbsbeitrag »Eisenstein in Guanajuato« werden vor dem Hintergrund eines Mexiko-Aufenthalts des russischen Regisseurs in den dreißiger Jahren Fragen nach Tod und Leben diskutiert. Ein herausfordernder Genuss für alle Sinne.
WeiterlesenHeidenspaß bei Spin-Off von »Breaking Bad«
Der schmierige Anwalt Saul Goodman aus der erfolgreichen TV-Serie »Breaking Bad« bekommt seine eigene Story. Auf der Berlinale wurden die ersten beiden Episoden des Spin-Offs »Better Call Saul« gezeigt und lösten – nicht nur bei eingefleischten Fans – schiere Begeisterung aus.
WeiterlesenDie Niedertracht im System
Gibt es für die katholische Kirche einen richtigen Umgang mit den Missbräuchen Minderjähriger? Ist jede Schuld sühnbar? Diese Fragen stellt der chilenische Regisseur Pablo Larraín in seinem sehenswerten Wettbewerbsbeitrag »El Club«. Die polnische Regisseurin Małgorzata Szumowska konfrontiert in ihrem Film »Body« Hungerkult mit Spiritismus.
WeiterlesenAuf den Straßen von Berlin und Leipzig
Sebastian Schipper und Andreas Dresen sind beide im Rennen um die Berlinale-Bären. In ihren Filmen »Victoria« und »Als wir träumten« erzählen sie davon, wie es ist, mit vollem Risiko die Hürde der Erwachsenwerdens zu nehmen. Bei Schipper scheitern fast alle Charaktere an dieser Hürde, bei Dresen kommen sie auf verschiedene Weise ins Straucheln.
WeiterlesenDer Ozean als Lebensquelle und Todeszone
Ein »Perlmuttknopf« dient als Faustpfand für ein Kind, viele Jahre später ist er der einzige Beweis eines schrecklichen Verbrechens. Patricio Guzmán zieht eine Linie zwischen der Zerstörung der indigenen Völker Chiles und den Verbrechen Pinochets.
WeiterlesenMapping Stereotypes
Jeder sieht die Welt mit eigenen Augen. Dieses Prinzip hat Yanko Tsvetkov auf Landkarten angewandt. Entstanden sind bislang zwei »Atlanten der Vorurteile« mit tiefgründigen Welt- und Denkbildern, die Klischees als unreflektierte Bequemlichkeiten entlarven.
WeiterlesenDie Welt als Kulisse, die Frau ein Amüsement
Über Terrence Malicks »Knight of Cups« wird bis zum Ende der diesjährigen Berlinale und wahrscheinlich auch noch nach der Verleihung der Bären diskutiert werden. Genialer Scoop oder spirituelles Machwerk – die Meinungen gehen angesichts eines seltsamen Frauen- und Weltbildes auseinander.
WeiterlesenAm seidenen Faden
Auf jedem Filmfestival gibt es die Beiträge, die nicht viel mehr bieten als Stars im Schlepptau, und jene, die mit unbekannten Gesichtern unglaubliche Geschichten erzählen. Das ist auch auf der Berlinale nicht anders. Und am dritten Tag startet mit dem ersten Wettbewerbsbeitrag aus Guatemala ein Film, der wie ein Schlag in die Magengrube fährt. Außerdem startete die französische Romanverfilmung »Aus dem Tagebuch einer Kammerzofe« im Wettbewerb.
WeiterlesenEine Rose für die Filmleute
Dem iranischen Regisseur Jafar Panahi ist es einmal mehr gelungen, heimlich einen Film zu drehen und ihn außer Landes zu schaffen. »Taxi« ist das Porträt einer Gesellschaft im ständigen Ausnahmezustand und eine kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Möglichkeiten.
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