César Aira in New York | Foto: Jesse Ruddock (http://jesseruddock.com/blog/2015/3/24/csar-aira)

»Neun von zehn Büchern schreibe ich nicht zu Ende«

Wenn in diesem Jahr zwei Literaturnobelpreise vergeben werden, ist der Argentinier einer der heißesten Anwärter. Die novellenhaften Werke des von Patti Smith und David Foster Wallace verehrten Autors sind so voller Fantasie, dass man kaum mehr von magischem Realismus sprechen kann. Ein Gespräch über seinen besonderen Stil und die Möglichkeit von Zeitreisen mit dem in Buenos…

Marlene Stark, Anna Gien | Foto: Julien Menand

»Wenn alles schwanzgemacht ist, was bin dann ich als Frau im Verhältnis zu diesem Schwanz?«

Marlene Stark und Anna Gien haben einen der ungewöhnlichsten Romane des Frühjahrs geschrieben. Im Ringen um Macht und Anerkennung setzt ihre Erzählerin »M« erst den eigenen Körper und dann die Körper ihrer Bekannten aufs Spiel, denn alle Lechzen nach Erlösung und Befriedigung. Ein Gespräch über ihren Roman »M«, den »erotisierten Zoo« der Kunstszene, die »Totalzerfickung aller…

Ein japanischer Amerikaner entrollt dieses Banner am Tag nach dem Angriff auf Pearl Harbor. Dorothea Lange nahm diese Fotografie im März 1942 auf. | Foto: Dorothea Lange

Weder Heimat noch Fremde

Was heißt es, fremd im eigenen Land zu sein? Wie überwindet man die Bürde der eigenen Herkunft? Wie findet man seinen Platz in der Welt? John Okada erzählt in seinem wiederentdeckten Klassiker »No No Boy« eindrucksvoll von den Folgen getroffener Entscheidungen.

Fatih Akin: Der Goldene Handschuh | © Gordon Timpen / 2018 bombero int./Warner Bros. Ent.

Würge(r)kino

Mit hohen Erwartungen ist Fatih Akins Verfilmung von Heinz Strunks Roman »Der Goldene Handschuh« in den Wettbewerb der Berlinale gegangen. Der Film weist in seinem Handwerk Parallelen zu Takis Würgers viel kritisiertem Roman »Stella« auf.

Philipp Weiss | Foto: Helmut Lackinger

»Jede Reduktion muss scheitern«

Philipp Weiss ist eine Art österreichisches Pendant zu Dietmar Dath, Genialität und Wahnsinn liegen bei ihm nah beieinander. Gelangweilt von der besten aller Welten debütiert der Wiener Schriftsteller mit einem fünfhändigen Romanzyklus »Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen«. Ein Gespräch über grenzenloses Schreiben, die gestaltende Kraft des Menschen und den Wert der Wissenschaft.

Haslett-Titel

Schmerz in den Genen

Der Amerikaner Adam Haslett beobachtet in seinem Roman, wie sich eine Familie gegen die Depression wehrt. »Stellt Euch vor, ich bin fort« ist auch von seiner persönlichen Erfahrung des Verlusts geprägt.

Idaho-Schnee-Gras

Die letzten Gesänge eines Genies

Dem Tod geweiht erzählt Amerikas Ausnahmeästhet Denis Johnson in seinen letzten Erzählungen vom Leben. In seiner Geschichtensammlung »Die Großzügigkeit der Meerjungfrau« wird noch einmal sichtbar, wie bildgewaltig und facettenreich der vor einem Jahr verstorbene Autor, der sich selbst einmal als Ozzy Osborne der Literatur bezeichnete, gegen die Kälte der Gegenwart anschrieb.