Anderthalb Jahre nach seinem Tod ist im Frühjahr eine »Belmondo Collection« mit einigen der wichtigsten Filme des Franzosen erschienen. Sie zeigt die Wandlungsfähigkeit der Schauspiel-Ikone Jean-Paul Belmondo, der die Nouvelle Vague ritt wie kein anderer, um schließlich auf dem Pferd des Unterhaltungskinos dem Sonnenuntergang entgegen zu reiten.
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»Ich schreibe immer wieder die Geschichte meiner Eltern«
Der kanadische Comiczeichner Seth alias Gregory Gallant im Gespräch über die Ungenauigkeit der Erinnerung, die Last der Nostalgie und seine Erwartung, in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. In diesen Tagen erscheint sein lang erwartetes, neues »Palookaville«-Album.
Weiterlesen»I’m writing my parents story over and over again«
Canadian comic artist Seth aka Gregory Gallant talks about the inaccuracy of memory, the burden of nostalgia and the fear of being forgotten. These days his long-awaited new »Palookaville« album is released.
WeiterlesenEine traurige Gestalt
Um das seltsame Wesen namens Mensch zu verstehen, kann es nicht schaden, neue Perspektiven einzunehmen. Der mehrfach ausgezeichnete polnische Regisseur Jerzy Skolimowski beweist das in seinem in Cannes prämierten Film »EO« eindrucksvoll.
WeiterlesenDomenico Müllensiefen erhält Uwe-Johnson-Förderpreis
Der mit 5.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis 2023 wird im September an Domenico Müllensiefen für seinen Wenderoman »Aus unseren Feuern« verliehen. »Der Autor schreibt, als würde er lange schon nichts anderes tun«, heißt es in der Begründung. Der in Leipzig lebende Autor trat mit seinem Debüt in die Fußstapfen von Clemens Meyer, so lebendig und voller Punch ist sein Roman.
WeiterlesenOppenheimer oder: Der Mann, der das Feuer brachte
Auf diesen Film haben die Fans von Christopher Nolan gewartet. In »Oppenheimer« erzählt er in glänzenden Bildern und berauschendem Sound von dem Mann, der die Atombombe erfand. Mit dieser bildgewaltigen und nicht ganz einfach konstruierten Geschichte über einen amerikanischen Prometheus dürfte ihm eine weitere Oscar-Nominierung sicher sein.
WeiterlesenGeorg-Büchner-Preis geht an Lutz Seiler
Der in Thüringen geborene Lyriker und Prosaist Lutz Seiler erhält Anfang November den wichtigsten Literaturpreis des Landes. Niemand macht aus dem Zerrinnen von Erfahrungen und Erinnerungen so klingende Literatur wie der in Deutschland und Schweden lebende Schriftsteller, der spätestens jetzt als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren gelten muss. Seine preisgekrönten Romane haben als veritable Bestseller viele Leser:innen gefunden, seine Erzählungen und Gedichte hätten wohl ebenso viele Leser:innen verdient.
WeiterlesenHolger Fock und Sabine Müller erhalten Paul-Celan-Preis
Der vom Deutschen Literaturfonds alljährlich vergebene, mit 20.000 Euro dotierte Paul-Celan-Preis für herausragende Übersetzungen geht in diesem Jahr an das Übersetzungstandem Holger Fock und Sabine Müller. Damit erhalten zwei verdiente Übersetzer:innen aus dem Französischen den wichtigsten deutschen Übersetzerpreis. Dass auch sie auf das Preisgeld angewiesen sind, haben sie erst kürzlich in einem Essay erklärt und damit auf ein strukturelles Problem von Übersetzenden hingewiesen.
WeiterlesenNino Haratischwilis »Das achte Leben« wird verfilmt
Die Macher des mehrfachen Oscar-Gewinners »Im Westen nichts Neues« werden Nino Haratischwilis erfolgreichsten Roman »Das achte Leben (für Brilka)« als Amazon-Serie produzieren. Das Medienboard Berlin-Brandenburg soll die Verfilmung laut Hollywood Reporter unterstützen.
WeiterlesenIranische Albträume
Ali Abbasis düsterer Iran-Thriller »Holy Spider« erzählt vom fanatischen Frauenhass im Iran und basiert auf wahren Begebenheiten. Die Exil-Iranerin Shirin Neshat blickt in ihrem Drama »Land of Dreams« einer Gesellschaft ins Gewissen, die selbst die Träume der Menschen überwacht. Beide Filme sind nun für das Heimkino zu haben.
WeiterlesenEine seltsame Stadt
Xi Xis magisch-realistischer Roman »Meine Stadt« entführt ins Hongkong der Siebziger Jahre und vermittelt ein Gefühl für diese Metropole im Schwebezustand. In seiner Universalität strahlt er bis in die kolonial-chinesische Gegenwart.
WeiterlesenTräume und Tristesse
Clemens Meyer und Thomas Stuber erzählen einmal mehr von Menschen, die im Abseits der Aufmerksamkeit stoisch ihre Kreise ziehen. »Die stillen Trabanten« handelt von Menschen, die sich Illusionen nicht leisten können, aber dennoch Träume, Ängste und Sehnsüchte in sich tragen. Jetzt erscheint der Film fürs Heimkino.
WeiterlesenFriedenspreisträger 2023: Der unbeugsame Salman Rushdie
Der in Mumbai geborene und in den USA lebende Schriftsteller Salman Rushdie, Autor von Bestsellern wie »Die satanischen Verse«, »Joseph Anton« und »Quichote« wurde zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt. Unter hohen persönlichen Risiken verteidige er die Freiheit des Denkens und der Sprache, heißt es in der Begründung. Seit Jahrzehnten lastet auf Rushdie ein Todesurteil der Ayatollahs, im August vergangenen Jahres wurde er bei einer Lesung lebensbedrohlich attackiert. Seither ist er auf einem Auge blind, seine Schreibhand wurde ebenso nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen.
WeiterlesenSchlangenlinien im Schwitzland
Im neuen Roman von T.C. Boyle gerät die Natur ins Kippen und beißt zurück. In »Blue Skies« spielt Amerikas Kultautor mit Elementen von Ökothriller, Science Fiction und klassischer Tragödie und beweist einmal mehr seine Klasse.
WeiterlesenGrandiose Abgründe
Der neue Roman des amerikanischen Avantgardisten Dennis Cooper ist so persönlich wie nie. »Ich wünschte« ist eine nachgereichte Umarmung an seine große Liebe und ein gleichermaßen erschütterndes wie erhebendes Dokument autofiktionaler Literatur.
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