Der neue Geniestreich des schwedischen Regisseurs Ruben Östlund führt vom Catwalk auf eine Luxusjacht bis auf eine einsame Insel. Im Mittelpunkt stehen Carl und Yaya, die mit Schönheit reich werden wollen. Echten Reichtum erleben sie auf einer Luxusjacht, wo Waffenhändler, Dotcom-Milliardäre und Oligarchen Spielchen spielen. Bis sie auf einer einsamen Insel stranden. In Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet, konfrontiert uns diese Satire über die Dekadenz in der Welt mit den Abgründen der Gegenwart. Ich konnte mit Ruben Östlund über fehlende Gleichstellung, sympathische Reiche und die Bedeutung von Karl Marx sprechen.
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»So lässig und so komisch«
Für seinen Debütroman »Und draußen feiern die Leute« erhält der 1991 in Celle geborene Autor Sven Pfizenmaier den 44. ZDF-»aspekte«-Literaturpreis. Damit gehen alle wichtigen Debütpreise in diesem Jahr in die Hauptstadt. Die Auszeichnung der ZDF-Kultursendung gilt der literarischen Qualität eines Erstlingsromans, kann in diesem Jahr aber auch als Bestätigung einer verantwortungsethischen Haltung verstanden werden.
Weiterlesen»Der weibliche Körper ist schon immer ein Schlachtfeld gewesen«
Vor wenigen Wochen ist der neue Roman der Berliner Autorin Helene Bukowski »Die Kriegerin« erschienen. Er erzählt von der Verbindung zweier Frauen, die sich und ihre Freiheit suchen. Ein Gespräch über Soldatinnen, die Kämpfe um den weiblichen Körper und gerechtere literarische Perspektiven.
WeiterlesenWenn sich jederzeit alles ändern kann
Der Leipziger Domenico Müllensiefen tritt mit seinem Debütroman »Aus allen Feuern« in die Fußstapfen von Clemens Meyer. Daniel Schulz «Wir waren wie Brüder« und Hendrik Bolz literarisierte Erinnerungen »Nullerjahre« weiten den Blick auf die Nachwendezeit im Osten Deutschlands.
WeiterlesenKlinisch scharfe Erinnerungen
Annie Ernaux erhält den Literaturnobelpreis 2022. Damit zeichnet das Nobelpreis-Komitee eine der Favoritinnen auf den Preis aus. In wenigen Tagen erscheint Ernaux‘ neuestes Erinnerungswerk »Das andere Mädchen«, in dem sie einen Brief an die vor ihrer Geburt verstorbene Schwester schreibt.
WeiterlesenFriedenspreisträgerin verurteilt
Tsitsi Dangarembga ist in ihrem Heimatland Simbabwe zu einer Geld- und Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil sie friedlich für Reformen, eine freie Presse und »ein besseres Simbabwe für alle« protestiert hatte. In Deutschland ist unterdessen der noch fehlende zweite Teil ihrer Trilogie erschienen.
WeiterlesenDrei Schwestern im Trauerkreis
Miku Sophie Kühmel erzählt in ihrem neuen Roman »Triskele« von drei ungleichen Schwestern, die der Freitod ihrer Mutter zueinander führt. Dabei führt sie gekonnt die Ostperspektiven von drei Generationen zusammen.
WeiterlesenIrrfahrt eines Androiden
Der französische Comicautor Winshluss hat Pinocchio auf kongeniale Weise ins 21. Jahrhundert übertragen und zahlreiche Comicpreise gewonnen. Lange war der Kultband vergriffen, nun endlich gibt es eine neue Auflage.
Weiterlesen»Understanding that nude is not naked«
Die internationale Anthologie für zeitgenössische Akt-Fotografie »The Opéra« feiert seinen zehnjährigen Geburtstag. Die Jubiläumsausgabe schmückt erstmals ein Male-Model und versammelt einmal mehr aufregende künstlerische Standpunkte.
Weiterlesen»Hör dich ein mit dem Mund«
Der Schauspieler Jens Harzer liest Paul Celan und sinnt dessen Zeilen nach. Das Hörbuch »Eine Annäherung« kommt seinem Titel im Wortsinne nach, denn es liefert nicht nur die Gedichte, sondern macht auch den Prozess der Aneignung und Lesung transparent.
Weiterlesen»Beim laut Lesen passiert immer etwas!«
Drei überzeugende Stimmen tragen durch die über 15-stündige Road Novel »Lincoln Highway« von Amor Towles. Eine davon gehört dem Schauspieler und Sprecher Julian Greis, der mit seiner wilden Figur einen Heidenspaß gehabt hat. Im Interview spricht er über die Vorzüge dieses Romans und sein Leben vor und hinter den Texten.
WeiterlesenNomen und Körper werden gebeugt
Senthuran Varatharajah erzählt in »Rot (Hunger)« von der verzehrenden Kraft der Liebe. Sein die Grenzen der Sprache vermessender Text ist nicht nur der im besten Sinne gewagteste Roman des Jahres, sondern ein bleibender Solitär in der deutschen Literatur.
WeiterlesenTwinka Thiebaud – Strike A Pose
Siebzig Jahre posiert Twinka Thiebaud schon vor den Kameras zahlreicher Fotograf:innen. Eine Ausstellung in den USA und der begleitende Bildband lassen nicht nur eine aufregende Künstlerin entdecken, sondern zeigen, wie Thiebaud Körper und Blick je nach der Umgebung und Vision der Künstler:innen zu verändern wusste.
WeiterlesenAutorinnen und Publikumsverlage dominieren die Longlist
Die Jury für den Deutschen Buchpreis hat aus über 200 eingereichten Romanen ihre zwanzig Favoriten für den Roman des Jahres bekannt gegeben. In einem für den Buchmarkt erneut herausfordernden Jahr setzt sie dabei nicht nur positive Zeichen. Den gewagtesten Roman des Jahres ließ sie gleich ganz aus.
Weiterlesen»Ich konnte mich gut in Vernon hineinversetzen«
Der französische Comiczeichner Luz alias Rénald Luzier hat die letzten Jahre damit verbracht, Virginie Despentes Erfolgsromane um den Plattennarr Vernon Subutex zu adaptieren. Kurz nach Abschluss der Arbeit am zweiten Band waren wir für ein Interview verabredet. Über eine Stunde sprachen wir über die Herausforderungen der Adaption, die Zusammenarbeit mit der französischen Starautorin und die Wiederentdeckung der Musik durch die Arbeit am Comic, dessen erster Band nun in Deutschland erscheint.
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