In Shehan Karunatilakas Geisterroman »Die sieben Monde des Maali Almeida« kämpft ein spielsüchtiger Kriegsfotograf um sein Nachleben. Dabei nutzt der in Sri Lanka lebende Autor alle Mittel der Literatur, um seine Leser:innen blendend zu unterhalten, während er die grausame Wirklichkeit des Krieges in all ihren Dimensionen einfängt.
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Umwerfend authentisch
Drei Teenager-Girls fliegen nach Kreta, um dort den Sommer ihres Lebens zu verbringen. Sie trinken, tanzen und haben Sex, aber nicht für jede läuft es wie geplant. »How To Have Sex«, das Debüt der britischen Regisseurin Molly Manning Walker, überzeugt in seinen Zwischentönen und ist von verblüffender Reife.
WeiterlesenDer Araber von Morgen wird erwachsen
Die ersten fünf Bände von »Der Araber von Morgen« bestachen durch ihren Erzählreichtum, ihre facettenreichen Schilderungen des Lebens in Libyen und Syrien, die guten Beobachtungen des Alltags und Charakterisierungen der Personen, vor allem des Vaters des Erzählers. Mit dem sechsten Band schließt Riad Sattouf nun dieses Epos aus Beobachtungen, Details und großen Linien. Und auch wenn es verständlich ist, dass die Erzählung endet, schade ist es. Nach sechs Bänden möchte man nicht mehr von der Geschichte lassen.
WeiterlesenKetzer, Häretiker und andere kluge Menschen
Marko Martin erinnert in »Brauchen wir Ketzer?« mit Bezügen zu Dissidenten wie Friedrich Torberg oder Hilde Spiel an die Werte der Aufklärung und der gesellschaftlichen Emanzipation. Zeitlose Werte, für die man sich ständig engagieren muss. Politik in einer Demokratie lässt sich nicht outsourcen, sie ist Bürgerpflicht.
WeiterlesenPures Kinoglück für Zuhause
Der südkoreanische Regisseur Hong Sang-soo ist längst kein Geheimtipp mehr, auch wenn Filmkritiker:innen das gern behaupten. Das Geheimnis des Erfolges seines leisen Kinos liegt in der genauen Beobachtung seiner Figuren. An ihnen zeigt er, wie nah Komödie und Tragödie im Leben beieinander liegen. Eine prächtige Blu-ray Filmbox versammelt einige seiner wichtigsten Filme.
WeiterlesenIm Nebel der Ohnmacht
Der Exil-Iraner Amir Gudarzi erzählt in seinem Debütroman von dem, was ein iranischer Flüchtling auf seinem Weg nach Europa zurückgelassen, und dem, was er nicht erwartet hat. »Das Ende ist nah« nicht autobiografisch zu lesen ist nicht leicht, und nicht alles an diesem Text wirkt stimmig. Unabhängig davon erzählt Gudarzi eindrucksvoll von der grotesken Wirklichkeit der Willkommenskultur.
WeiterlesenMehr oder weniger gespalten
Wo stehen wir nach all den Krisen der vergangenen Jahre als Gesellschaft? Gibt es noch einen gemeinschaftlichen Konsens? Was ist überhaupt diese so umkämpfte Mitte der Gesellschaft? Wer darf in dieser Platz nehmen und welche Themen werden dort verhandelt? Und was ist eigentlich mit dieser digitalen Welt, in die alles strebt? Einige aktuelle Bücher gehen diesen Fragen auf den Grund.
WeiterlesenBooker Prize geht an Paul Lynch
Der irische Schriftsteller gewinnt mit seinem Roman »Prophet Song« den wichtigsten britischen Buchpreis. Paul Lynch folgt auf Shehan Karunatilaka, dessen Roman »Die sieben Monde des Maali Almeida« morgen in der deutschen Übersetzung erscheint.
WeiterlesenAsterix und die Achtsamkeit
Mit »Die weiße Iris« liegt jetzt die 40. Ausgabe der französischen Comicreihe »Asterix« vor. Texter Fabcaro und Zeichner Didier Conrad haben es geschafft, nach mehreren eher schwächeren Folgen wieder an die alte Größe der Reihe anzuknüpfen. Insbesondere die Textarbeit des Debütanten der Reihe Fabcaro sticht hervor.
WeiterlesenEntfesselt in Fesseln
Ihre Geschichte verkaufte sich millionenfach und wurde für Netflix von Maria Schrader verfilmt. Jetzt hat die bekennende Unorthodoxe Deborah Feldman über das zwanghafte Verhältnis, das Deutschland und die Deutschen zum Judentum haben, ein Buch geschrieben und beweist darin Chuzpe.
WeiterlesenLeuchttürme und Abenteuer
Der Autor und Zeichner Walter Moers hat mit »Die Insel der Tausend Leuchttürme« einen weiteren Roman aus seinem fiktiven Kosmos Zamonien veröffentlicht. Das Buch war seit Jahren angekündigt. Und um es gleich vorweg zu sagen: Das Warten auf diese Explosion aus Kreativität und Erzählfreude hat sich gelohnt.
WeiterlesenGenial überdreht – Lars von Triers Abschluss von »Geister«
Der dänische Regisseur Lars von Trier hat nach 25 Jahren seine legendäre Horror-Serie »Hospital der Geister« abgeschlossen. In »Geister – Exodus« lädt er noch einmal in das Königliche Reichshospital Kopenhagen ein, um in grandioser Manier den Kehraus der Dämonen zu betreiben. Seien Sie bereit für das Gute und das Böse!
WeiterlesenIndie-Perlen in Bücherfluten
Vor, während und nach der Frankfurter Buchmesse waren Zeitungen und Radiosender voller Buchtipps. Aber irgendwie stieß man überall auf die gleichen Titel und Debatten. Hier finden Sie einige lesenswerte Bücher aus unabhängigen Verlagen, die mehr Aufmerksamkeit verdient haben.
WeiterlesenTonio Schachinger gewinnt den Deutschen Buchpreis 2023
Der Preis für den Roman des Jahres geht an den österreichischen Autor Tonio Schachinger. Sein ausgezeichneter Roman »Echtzeitalter« taucht in die Internats- und Gamerszene ein und überzeugte die Jury, weil er mit feinsinniger Ironie die politischen und sozialen Verhältnisse der Gegenwart spiegele.
WeiterlesenSanfter Poet und rebellischer Vollblutmusiker
Lew Hohmanns Film über den Liedermacher Hans-Eckardt Wenzel lebt von den offenen Gesprächen mit dem Sänger, der Kraft seiner Texte, dem Zauber seiner Konzerte und einer bewegten Biografie. Wer Wenzel noch nicht kennt, kann ihm hier endlich begegnen.
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