Neueste Artikel

Foto: Thomas Hummitzsch

Entkommen, um zu kommen

Liebe, Sex und Begehren dringen tief ins Private und sind doch so politisch wie nie. Zahlreiche aktuelle feministische Texte fragen danach, wie frei wir inner- und außerhalb der Betten leben können. Eine Reise durch die aktuellen und wieder aufgelegten Bücher von Laurie Penny, Amia Srinivasan, Maggie Nelson, Audre Lorde sowie bell hooks und ein Blick auf das Paradies weiblicher Macht.

Weiterlesen
»Atlantis« von Valentyn Vasyanovych | Foto: Mubi

Ukrainische Perspektiven

Die Deutsche Kinemathek bringt »Perspectives of Ukrainian Cinema« auf die Leinwand. Bis zum 30. Juni wird in Berlin, Leipzig und Hamburg ukrainisches Gegenwartskino gezeigt, das ein eindrucksvolles und facettenreiches Bild von Land und Menschen geben. Der Eintritt zu allen Vorführungen ist frei.

Weiterlesen
Die Zeit steht in »Der schlimmste Mensch der Welt« von Joachim Trier still: Julie (Renate Reinsve) kann es kaum erwarten, ihre große Liebe zu treffen | © Oslo Pictures

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Joachim Trier hat einen grandios lebensbejahenden Film über die Suche nach Erfüllung im 21. Jahrhundert gedreht. Seine Liebeskomödie »Der schlimmste Mensch der Welt« erzählt vom Erwachsenwerden in den 30ern und verhandelt dabei die großen existenziellen Fragen. Getragen von einer umwerfenden Hauptdarstellerin ist dies der schönste Film des Jahres.

Weiterlesen
Lilith Stangenberg als Fräulein Octavia mit ihrem treuen Assistenten Jacob, gespielt von Alexander Herbst, in »Blutsauger« von Julian Radlmeier | © Grandfilm

Durstige Kapitalisten

In Julian Radlmaiers marxistischer Vampirkomödie werden politische Mythen kongenial als grotesk dekonstruiert. Grundlage des Films ist ein Schelmenroman des russischen Avantgardisten Ilja Ehrenburg. Lilith Stangenberg glänzt in der Rolle einer vom süßen Leben müden Frau von Welt.

Weiterlesen
Durs Grünbein und Ines Geipel im Gespräch im Pfefferberg-Theater Berlin | Foto: Thomas Hummitzsch

Mit Frankenstein ins All

Die Schriftstellerin Ines Geipel macht sich immer wieder auf die Suche nach den Opfern der DDR-Diktatur. In »Schöner Neuer Himmel« geht es um die Biopolitik in der Weltraumforschung der DDR. In Berlin sprach sie mit dem Lyriker Durs Grünbein über mögliche Menschenexperimente im Wettlauf um die Vormacht im All und das Wegrutschen der Geschichte.

Weiterlesen
Ellen von Unwerth: "Lana del Rey", 2012 | © Ellen von Unwerth Studios

Weiblicher Blick

Noch bis Anfang Juli ist in Lübeck die Ausstellung »Female View – Modefotografinnen von der Moderne bis zum Digitalen Zeitalter« zu sehen. Dieses Who is Who der internationalen Fotokunst öffnet die Augen für Perspektiven, die die Wirklichkeit nicht ausblenden. 

Weiterlesen

Die Zeit des Träumens ist vorbei

Der Politikberater und Transatlantiker Josef Braml erklärt in seinem aktuellen Buch die neue Weltordnung und gibt Europäern Orientierung, welche Rolle Europa künftig spielen kann. Zwar ist das Buch vor der von Olaf Scholz verkündeten Zeitenwende verfasst, aufgrund der genauen Analyse aber auch danach sehr lesenswert.

Weiterlesen
Les Années Super 8 | © Majority Production

Cannes zeigt Ernaux-Dokumentation

»Les Années Super 8« hat die französische Autorin gemeinsam mit ihrem Sohn aus privaten Aufnahmen zusammengeschnitten. Der essayistische Film, der ihr umfangreichstes Werk auf die Leinwand überträgt, wird beim Internationalen Filmfestival in Cannes in der kommenden Woche in der Nebenreihe »Quinzaine des Réalisateurs« gezeigt und startet im Dezember in den französischen Kinos. Im Herbst erscheint in Deutschland ein neuer Text der von Annie Ernaux.

Weiterlesen
Foto: Thomas Hummitzsch

»Es gibt nichts auf- und anregenderes als Sprache«

Mechtilde Lichnowsky ist eine große Unbekannte der deutschen Literatur der 20. Jahrhunderts. Mit der von Hiltrud und Günter Häntzschel sorgfältig editierten »Werke«-Ausgabe kann man gut die Hälfte der facettenreichen und sprachlich herausragenden Texte der adligen »Fanatikerin der Prosa« entdecken. Und mit ihnen eine Stilistin ersten Ranges.

Weiterlesen
Foto: Thomas Hummitzsch

Keine Exil-Autor:innen

Seit 2017 schreiben Autor:innen, die aus Kriegs- und Krisengebieten geflohen sind, Briefe, Erzählungen und Gedichte über ihre alte und neue Heimat, über das Weggehen und das Ankommen. Bei »Weiter Schreiben« denken sie gemeinsam mit deutschen Schriftsteller:innen über ihr Leben und Schreiben nach, entwickeln Texte und Stimmungen. Zum fünfjährigen Jubiläum des Projekts erscheint ein fast zehnstündiges Hörbuch, das beweist, das Literatur ein Überlebensmittel ist. Kurz vor der großen Release-Party konnte ich mit Annika Reich, der künstlerischen Leiterin des Projekts, über die Bedeutung persönlicher Begegnungen, das Ankommen in der deutschen Literaturlandschaft und die traurige Seite des Projekts sprechen.

Weiterlesen