Das Comic »Outline« ist mit dem Jahres-Luchs 2024 prämiert worden. Das Erstlingswerk der Münsteraner Illustratorin Michèle Fischels ist als Abschlussarbeit an der FH Münster entstanden. Die Nachricht ist eine kleine Sensation, »Outline« ist erst das zweite Comic überhaupt, das den Preis gewinnt.
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Tote in Bibliotheken und Luxuszügen
Der Carlsen Verlag bringt derzeit einige der bekanntesten Werke der weltberühmten Krimi-Autorin Agatha Christie als Comic-Adaptionen heraus. Das ist eine gute Idee, wenn auch nicht alle Bände der Reihe gelungen sind. Es gilt eben nach wie vor: Sich bietende Chancen muss man auch nutzen.
WeiterlesenEin Hohelied der Literatur
Der rumänische Schriftsteller Mircea Cartarescu erzählt vom unglaublichen Aufstieg eines Niemands zum Kaiser von Äthiopien. Sein neuer Roman »Theodoros« ist Weltliteratur, die bleibt, weil sie virtuos die Kunst des Erzählens feiert. Ernest Wichner hat dieses überbordende Meisterwerk fulminant ins Deutsche übertragen.
WeiterlesenEine Frau sucht sich selbst
Olga Grjasnowa erzählt von einer ganz normalen jüdischen Familie. Das wirkt ein Jahr nach dem 7. Oktober wie ein Echo aus fernen Zeiten.
WeiterlesenBooker Prize für Space Opera von Samantha Harvey
Die Britin Samantha Harvey ist für ihren Roman »Orbital« mit dem wichtigsten Literaturpreis der englischsprachigen Welt ausgezeichnet worden. Damit hat erstmals seit 2019 wieder eine Frau den renommierten Booker Prize gewonnen. Der Roman, der von sechs Raumfahrer:innen erzählt, erscheint in dieser Woche in der Übersetzung von Julia Wolf unter dem Titel »Umlaufbahnen« auch in Deutschland.
WeiterlesenRoman über algerischen Bürgerkrieg mit Prix Goncourt ausgezeichnet
Der algerische Autor Kamel Daoud hat für seinen aktuellen Roman »Houris« den renommierten Prix Goncourt erhalten. Darin erzählt eine junge algerische Frau ihre leidvolle Geschichte aus dem Bürgerkrieg der Neunziger Jahre. Die Übersetzung von Celan-Preisträger Holger Fock soll im Herbst 2025 bei Matthes & Seitz Berlin erscheinen.
WeiterlesenFatale Einsamkeit
Drei Menschen. Drei Liebes- und Lebensgeschichten. Drei Abgründe. Eshkol Nevo lässt die Figuren in seinem mitreißenden Roman mit sich selbst und der Welt hadern, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
WeiterlesenCoppolas Trumphole oder: City for Sale
Über 40 Jahre lang hat Francis Ford Coppola an seinem SciFi-Epos gearbeitet, seit Ende September ist »Megalopolis« in den deutschen Kinos zu sehen. Das trashige Opus Magnum bietet sich als filmischer Kommentar auf die politischen Verhältnisse unter Donald Trump an.
WeiterlesenDer lange Schatten der Vergangenheit
Im Jahr der 60. Präsidentschaftswahlen in den USA taucht in der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur vor allem ein Thema immer wieder auf: die Sklaverei. Erzählerisch facettenreich und stilistisch vielfältig gehen einige aktuelle Romane dem langen Schatten der dunklen Geschichte des Landes auf den Grund.
WeiterlesenSchwarzwaldgeister, reloaded
Der Hamburger Comicautor Sascha Hommer hat eine neue Version des Märchens »Das kalte Herz« von Wilhelm Hauff vorgelegt. Dabei ist ein ansprechendes und atmosphärisch sehr stimmiges Werk herausgekommen. Manche Änderungen gegenüber dem Original von 1827 werfen allerdings Fragen auf.
Weiterlesen»Und sorbisch bleibe ich«
Die Autorin und Filmemacherin Grit Lemke beleuchtet in ihrem neuen Film »Bei uns heißt sie Hanka« die sorbische Identität abseits der Folklore. Ihr autobiografisch grundierter Dokumentarfilm macht die Tradition und Gegenwart des wendischen Lebens auf ansteckende Weise greifbar.
WeiterlesenHaltung oder: Eindeutig uneindeutig
Der 7. Oktober 2023 hat nichts unversucht gelassen, Hoffnung zu begraben und Mutlosigkeit in die Welt zu tragen. Marko Martin aber will sich die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht nehmen lassen. In »Und es geschieht jetzt« bemüht er sich, inmitten dieses Irrsinns seinen Überzeugungen einer zugewandten, einer emphatischen Welt gerecht zu werden.
WeiterlesenAusgezeichnet übersetzt
Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse wurden nicht nur der Deutsche Buchpreis, sondern auch zahlreiche andere Preise vergeben. Zu den Ausgezeichneten gehören auch einige Übersetzer:innen. Ein willkommener Anlass, den Blick auf die diesjährigen Übersetzerpreise und ihre Preisträger:innen zu lenken.
WeiterlesenDer Lauf der Gewalt
Clemens Meyer hat ein Epos über die Brutalität des 20. Jahrhunderts geschrieben. In »Die Projektoren« verdichtet er die grausame Wirklichkeit mit Witz und Fantasie – und bändigt so das Chaos der Welt. Auch ohne Deutschen Buchpreis ist dieser Roman ein Solitär.
WeiterlesenDeutscher Buchpreis 2024 geht an Martina Hefter
»Hey guten Morgen, wie geht es Dir?« von Martina Hefter ist der deutsche Roman des Jahres. Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse wurde die in Leipzig lebende Autorin im Frankfurter Römer ausgezeichnet. Hefter wird im November auch mit dem Großen Preis des deutschen Literaturfonds 2024 ausgezeichnet.
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