Ab ins Du-Seminar
Pete Docters Animationsfilm »Soul« fragt nach den Geheimnissen des Menschseins und findet nicht nur kluge Antworten, sondern berührt auch mit emphatischen Tönen.
Pete Docters Animationsfilm »Soul« fragt nach den Geheimnissen des Menschseins und findet nicht nur kluge Antworten, sondern berührt auch mit emphatischen Tönen.
Zwei Jahre nach seiner Auszeichnung in Cannes erscheint nun endlich Kantemir Balagovs »Bohnenstange« fürs Heimkino. Er erzählt aus weiblicher Perspektive von den schrecklichen Folgen der Belagerung von Leningrad.
Luca Guadagninos Miniserie »We Are Who We Are« erzählt davon, wie zwei Teenager auf einer US-Militärbasis das Leben entdecken. Wer noch nicht genug Lockdown hat, findet unter anderem in der Neuverfilmung von Stephen Kings »The Stand« Abwechslung.
Kein Film bildet den Wahnsinn und die Sinnlosigkeit des Krieges so plastisch ab wie Francis Ford Coppolas »Apocalypse Now«. Eine DVD-Box versammelt alle vorliegenden Fassungen sowie Hintergrundmaterial zur Genese der verschiedenen Versionen des Antikriegsdramas. Parallel dazu erscheint ein neuer Schnitt vom dritten Teil der »Pate«-Trilogie.
Neben Radu Judes grandioser Satire auf den Zeitgeist wurden auch Maren Eggert für die beste darstellerische Leistung in einer Hauptrolle sowie Maria Speths vierstündige Dokumentation »Herr Bachmann und seine Klasse« ausgezeichnet.
Dominik Graf hat Erich Kästners Moralistenroman »Fabian« verfilmt. In seinem dreistündigen Kaleidoskop zeigt er, wie es mit der Menschlichkeit Anfang der 30er zugrunde ging.
Das iranische Kino hinterlässt erneut einen starken Eindruck bei der diesjährigen Berlinale. Sowohl in dem packenden Drama »A Ballad Of A White Cow« als auch in der surrealen Dystopie »Terminal District« standen die Filmemacher nicht nur hinter der Kamera, sondern haben tragende Rollen übernommen.
In »Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen?« erzählt der georgische Regisseur Alexandre Koberidze mit großer Lust und eindrucksvollen Bildern von einer fast unmöglichen Liebe.
Mitten in der Pandemie hat der rumänische Regisseur Radu Jude eine Satire gedreht, die es in sich hat. Bei der digitalen Berlinale ist nun »Bad Luck Banging or Loony Porn« zu sehen. Darin tragen zwar alle Maske, die Gesellschaft wird dennoch auf einmalige Weise entblößt.
Alice Diop fühlt bei der digitalen Berlinale der Grande Nation auf den Zahn. Für ihr Gesellschaftsporträt »Nous« hat die Tochter senegalesischer Einwanderer Franzosen getroffen, die an der Pariser Vorstadtlinie RER B leben.
Die digitale Berlinale läuft und die ersten Beiträge mit deutscher Beteiligung waren zu sehen. In Maria Schraders Satire »Ich bin dein Mensch« trifft eine erfolgreiche Wissenschaftlerin auf den Algorithmus ihrer Träume. In Anne Zohra Berracheds Drama »Die Welt wird eine andere sein« wirkt ein Vertrauter aus ganz anderen Gründen fremd.
Wie kann man Kino in Zeiten der Pandemie machen? Bei der digitalen Berlinale zeigen zu Beginn gleich drei Filme, wie man trotz Corona starkes Kino machen kann.
Die digitale Berlinale läuft, Branche und Medien streamen im Heimkino in Etappen das diesjährige Programm. In dieser Galerie, die laufend ergänzt wird, stelle ich meine Favoriten der außergewöhnlichen Berlinale 2021 vor.
Shannon Murphy erzählt in ihrem Spielfilmdebüt »Milla Meets Moses« mit kraftvollen Bildern eine außerordentlich berührende Coming-of-Age-Geschichte.
Der Argentinier Nahuel Pérez Biscayart brilliert als jüdischer Sprachkünstler neben einem genialen Lars Eidinger als manischem SS-Kommandant in Vadim Perelmans Drama »Persischstunden«.