Literatur, Roman

»Sprich und sei frei!«

Der belarusische Autor Alhierd Bacharevic feiert in seinem Opus Magnum »Europas Hunde« den Eskapismus und die Kraft des freien Worts. Dass seine besten Romane in Belarus verboten sind, spricht für die erzählerische Kraft ihres Schöpfers.

Es gibt Bücher, die brennen sich Zeile für Zeile in die eigenen Hirnwindungen ein. Die hinterlassen unverwischbare Spuren, indem sie den Blick auf die Welt neu justieren und Ideen streuen, von denen man gar nicht wusste, dass es sie in der Welt gibt. Alhierd Bacharevics Großroman »Europas Hunde« ist ein solches Buch, das einen auf der letzten Seite anders entlässt, als man es auf der ersten betreten hat. Die Geschichte, soweit man überhaupt von einer zentralen Erzählung in diesem verschlungenen Text sprechen möchte, entführt an den Rand Europas, wo die reudigen Hunde beim kleinsten Ton anschlagen. Sie laufen an den Grenzen an langen Leinen und fallen sich ins Wort, sobald jemand über die oft unsichtbaren Linien der Geografie, des Wortes oder Denkens tritt.

Einer, dem das passiert, ist Aleh Ivanavic, ein desillusionierter Lehrer in Minsk. Er füllt mit seinen Schüler:innen eine Zeitkapsel, die die Botschaften der jungen Generation an die Nachwelt enthält. Es sind Nachrichten darüber, »was wir gedacht und geträumt, wie wir uns die Zukunft vorgestellt haben«. Das ist vor allem deshalb spannend, als dass die Schüler:innen in der nahen Gegenwart und damit in einem Belarus leben, dass mindestens autoritär, wenn nicht als diktatorisch regiert bezeichnet werden muss. Zeitkapseln sind nichts Ungewöhnliches, meist werden sie im Fundament von Neubauten versenkt. Aleh Ivanavic hat diese Gelegenheit nicht, er beschließt daher, die Botschaften seiner Schüler:innen im nahe gelegenen Wald zu vergraben.

Alhierd Bacharevic: Europas Hunde. Aus dem Belarusischen von Thomas Weiler. Verlag Voland & Quist 2024. 744 Seiten. 36,- Euro. Hier bestellen.

Als der Direktor der Schule davon erfährt, macht ihn die Naivität seines Lehrers fassungslos. »Die Zeitkapsel, das ist nicht bloß ein Kinderspiel. Kein Mikado. Das ist eine wichtige, verantwortungsvolle Operation. Ideologisch vor allem.« Man hätte die Schriftstücke der jungen Leute auf politische und moralische Korrektheit überprüfen müssen, so der Direktor, um sicherzugehen, dass die Menschen der Zukunft nicht den Eindruck bekämen, sie wären unfähig gewesen, »eine anständige, gesunde Generation heranzuziehen«. Er schickt Ivanavic los, die Zeitkapsel wieder auszugraben. Ob das tatsächlich passiert, bleibt offen.

Alhierd Bacharevics Roman, in dem diese Geschichte als eine von vielen erzählt wird, ist gewissermaßen selbst ein Zeitkapsel. Er spielt gleichermaßen in der Gegenwart wie in der Zukunft, je nachdem, wo die ganz unterschiedlichen Pfade dieser ausufernden Erzählung hinführen. Die Handlungen tragen die Leser aus dem Jahr 2016, in dem der Autor noch am Manuskript gesessen hat, bis ins Jahr 2050, in dem im Osten ein russischer Superstaat gewachsen ist und Bücher nur noch etwas für Freaks und Sonderlinge sind. Den vorliegenden Roman könnte man dann vielleicht noch in einer der letzten Büchereien entdecken, in denen die archaischen Reste der Buchkultur vor sich hin schlummern.

»Belarus ist das erste europäische Land geworden, in das der Faschismus zurückgekehrt ist. Schwein gehabt. Nun sind wir wieder ein Teil der europäischen Geschichte.«

Alhierd Bacharevic, decoder.org

Bis dahin ist »Europas Hunde« in Belarus nach aktuellem Stand ohnehin nur als Samisdat-Ware unter der Hand zu bekommen, denn Bacharevičs Roman wurde von den staatlichen Behörden als »extremistisch« eingestuft und verboten. Er hat, um im Zeitkapsel-Duktus des Direktors zu bleiben, die offizielle Überprüfung auf politische und moralische Korrektheit durch die autoritäre belarusische Nomenklatura nicht überstanden. Über derlei Maßnahmen schweigt Bacharevic nicht hinweg. Auf der Plattform dekoder erklärte er 2020: »Belarus ist das erste europäische Land geworden, in das der Faschismus zurückgekehrt ist. Schwein gehabt. Nun sind wir wieder ein Teil der europäischen Geschichte.« Der bittere Sarkasmus, in dem diese Aussage gipfelt, ist mit den Händen zu greifen.

Im Sommer 2020 wurden die Frauen zum Gesicht der belarusischen Revolution. Nach den gekaperten Präsidentschaftswahlen katapultierten sie ihr Land in die Schlagzeilen der Weltpresse. Das Regime reagierte mit brutaler Repression, immer längere Haftstrafen für immer absurdere ‚Vergehen‘ sind inzwischen die Regel. Dagegen sind inmitten eines Alltags voller Schikanen, Gewalt und Terror die hier versammelten Zeugnisse von Frauen aus den Gefängnissen in Belarus ein Zeichen der Würde und Ausdauer.

Cordelia Dvorák: Wenn Du durch die Hölle gehst, dann geh weiter. Aus dem Belarusischen von Wanja Müller. edition.fotoTAPETA 2024. 320 Seiten. 18,- Euro. Hier bestellen.

Wer sich für die prominent verdrängte Wirklichkeit hinter solchen Aussagen interessiert, dem sei der Band »Wenn Du durch die Hölle gehst, dann geh weiter« von Cordelia Drorák empfohlen, in dem die in Berlin lebende Autorin und Filmemacherin elf Zeugnisse inhaftierter Frauen in Belarus versammelt hat. »Im Moment ist Belarus eine faschistische Diktatur. Aber unser Widerstand ist nicht verschwunden. Obwohl es im Moment keinen öffentlichen Protest gibt und so viele Menschen im Gefängnis sitzen oder aus dem Land vertrieben wurden, ist die Proteststimmung nicht verschwunden. Der Widerstand hat andere, partiellere Formen angenommen. Die Belarusen sind im Warte-Modus. Und der entscheidende Auslöser kann hier jeder Zeit und jeden Moment passieren«, schreibt dort die Aktivistin und Journalistin Wolha Klaskouskaja, die bei friedlichen Protesten festgenommen und wegen Rowdytum zu 26 Monaten Gefängnis verurteilt wurde.

»Wenn wir den Märchenerzähler vertreiben, endet unsere Vergnügung, und das wäre sehr schade …«

»Europas Hunde«

Aber noch ist es nicht so weit, wie man Bacharevics Roman entnehmen kann. »Ich träume, träume, träume still. | Ihr schreckt mich nicht mit euren Strafen. | Ihr könnt mich alle gerne haben. | Ich weiß schon, wie ich leben will.« Diesen Vers liest man in einem der Poeme, die die Kapitel in »Europas Hunde« voneinander trennen. Man darf dies als autofiktionales Bekenntnis lesen, dem die bittere Konsequenz folgte, seine Heimat zu verlassen.

Der belarusische Autor, der seit Jahren im Exil in Graz lebt, antwortete auf die staatliche Zensur auf ganz eigene Weise. 2020 veröffentlichte er mit »Das letzte Buch von Herrn A.« einen vielsagenden Roman, indem er sich auf die literarischste aller Traditionen beruft, um deutlich zu machen, dass er sich das Schreiben nicht verbieten lässt. Die fast 500 Seiten umfassende Geschichte ist eine Art slawische Antwort auf »Tausendundeine Nacht«, in dem ein Autor seinem Verleger jeden Abend eine neue Geschichte präsentieren muss, um seine Schulden zu begleichen. Auch dieses fabulöse Werk steht in Belarus längst auf dem Index, was Bacharevic zum Glück nicht vom Schreiben abhält.

Alhierd Bacharevic: Das letzte Buch von Herrn A. Aus dem Belarusischen von Alhierd Bacharevic und Andreas Rostek. edition.fotoTAPETA 2023. 464 Seiten. 25,- Euro. Hier bestellen.

Alhierd Bacharevic ist eben Herr B. und nicht, wie man allzu schnell meinen könnte, Herr A. Er ist »ein Mann im Clownsgewandt«, wie es in seinem großen Märchenbuch heißt, der das belarusische Regime am Ring durch die literarische Manege führt. Darin kommentiert Bacharevic über sein Personal augenzwinkernd die eigene Renitenz gegen die staatliche Repression. »Wenn wir den Märchenerzähler vertreiben, endet unsere Vergnügung, und das wäre sehr schade …«, sagt die Frau des Verlegers Margusia nach der dritten Erzählung, in der sich Herr A. nicht daran gehalten hat, jedes Märchen mit den Worten »Barmherziger Herrgott« zu beginnen. Der Intervention der Gattin ist es zu verdanken, dass A. in dem vom Autor und seinem Verleger Andreas Rostek selbst übersetzten Buch über 30 Geschichten präsentiert, die von Gewaltexzessen und anderen Ungeheuerlichkeiten handeln. Androiden, Ritter und Clowns stehen in diesen Geschichten im Mittelpunkt, in denen trotz aller fantastischen Brechung unschwer die Gräuel der belarusischen Schergen zu erkennen sind.

»Bücher sind meine Rettung aus der Langeweile der Welt.«

Alhierd Bacharevic, Tagesspiegel

Um von der Wirklichkeit einer Diktatur mit all ihren düsteren Verließen und blutrünstigen Schergen zu erzählen, ist der Realismus ungenügend. Allzu schnell gehen ihm die Bilder und Worte aus, die beschreiben könnten, wie sich das Leben in permanenter Bedrohung anfühlen muss. Auf dieses Scheitern des Realen haben insbesondere lateinamerikanische Autor:innen mit dem Magischen Realismus geantwortet. Bacharevic dreht das Rad der Erzählkunst noch etwas weiter. Er wirbelt seinen magisch-realistischen Erzählstrom mit einer eigenen Sprache auf. »Kalau tau neimatuzu balbutima, fu nau«, heißt es in der Fantasiesprache Balbuta, die Oleg Olegowitsch, einer der verschrobenen Protagonisten in »Europas Hunde«, erfunden hat. »Wenn dir ein Wort fehlt, erschaffe es«, so die freie Übersetzung, die man sich mit dem beiliegenden Wörterbuch inklusive grammatikalischer Regeln erarbeiten kann.

Alhierd Bacharevic erzählt literarisch verschlüsselt von einer Wirklichkeit, die oftmals verdrängt wird.

Balbuta hat Internetgerüchten zufolge eine kleine Fangemeinde, stößt in sozialen Netzwerken und auf Blogs rege Diskussionen an. Anhänger der Sprache feiern am 10. Januar sogar den Internationalen Balbuta-Tag. Für die Figuren im Buch ist sie das Mittel, den Zwängen der realen Welt zu entkommen. Gegenüber dem Tagesspiegel sagte er vor einigen Jahren, dass das auch für ihn gelte. »Deswegen schreibe ich. Bücher sind meine Rettung aus der Langeweile der Welt.«

Um die kafkaesken Verhältnisse in seiner Heimat zu beschreiben, hat der 1975 in Minsk geborene Bacharevic mal eben eine neue Sprache erfunden. Teile seines Romans sind in Balbuta erfasst, was die Lektüre dieses ebenso fulminanten wie herausfordernden Romans nicht unbedingt leichter macht. Aber wer Herausforderungen beim Lesen liebt, wird hier viel Freude haben.

»Traurig, gedehnt und melancholisch wie ein Lied über Ödnis und Sumpf«

»Europas Hunde«

Entscheidender als die Bedeutung der einzelnen Balbuta-Brocken ist aber ihre zugrundeliegende Philosophie. Balbuta ist eine »Sprache der Freiheit, der Poesie und des Glücks«, »traurig, gedehnt und melancholisch wie ein Lied über Ödnis und Sumpf«, erklärt Oleg Olegowitsch im Roman. Balbute kenne weder Zwang noch Kollektiv, weder Moralisieren noch Moral, »kein wir, nur eine unendliche Vielzahl freier und einzigartiger Ichs«. So prinzipiell verstanden ist diese geheimnisvolle Sprache der Gegenentwurf zu jeder autoritären Idee.

Nicht nur deshalb ist dieser Roman ein literarischer Geniestreich, der neben die großen Werken der modernen Literatur einsortiert gehört. Große Namen wie James Joyce, Franz Kafka, Selma Lagerlöf, Paul Celan oder Stefano d’Arrigo schimmern durch den Text hindurch oder werden direkt von ihm aufgegriffen. Nils Holgersson und seine wundersame Reise auf dem Rücken einer Gans bilden etwa ein zentrales Motiv in diesem Weltflucht-Roman, die surreal-ungreifbaren Welten des Franz Kafka hat er in die belarusische Peripherie übersetzt, in der Menschen unverschuldet in Bedrängnis geraten. So führt der Eskapismus der Menschen zu dem der Sprache.

Die verspielte Fantasie dieser Literaturliteratur erinnert in ihrer epischen Monstranz aber auch an Zeitgenossen wie David Foster Wallace, Joshua Cohen, Roberto Bolaño oder Mark Z. Danielewski. In sechs lose verbundenen Teilen, jeweils unterbrochen von sarkastischen Poemen, arbeitet sich Bacharevic aus der düsteren Gegenwart in eine unheimliche Zukunft vor, die für seine Landsleute wenig Gutes bereithält. Dabei bedient er sich frei an verschiedenen Genres und entreißt so seinen Roman selbst der allzu schnellen Zuordnung. Die Hunde hier kläffen mal im russischen Märchen den Gänsen hinterher, dann wieder reißen sie in einem Politthriller energisch an den Leinen der Sicherheitsdienste.

Neben Oleg Olegowitsch, der gleich zu Beginn zum Verhör mitgenommen wird, lernen wir die alte Benigna kennen, die als Babuschka von einem Oligarchen auf eine griechische Insel entführt wird, um dort als Heilige Babka ein neues belarussisches Reich zu begründen. Ihr Schicksal scheint eng mit dem von Maucun verbunden zu sein, der wie Nils Holgersson davon träumt, auf seiner Gans »holgerdiepolger« in den Westen fliegen zu können. Fasziniert von dessen Geschichte ist auch der Sohn von Oxana Iwanowna, der an einem schrecklich heißen Sommertag im Auftrag seiner Mutter eine Tüte mit unbekanntem Inhalt an seltsam scheue Empfänger übergeben soll. Er irrt durch Minsk wie Franz Biberkopf durch Berlin oder Leopold Bloom durch Dublin – seinen Spuren zu folgen ist ein großes Vergnügen.

Allein an diesen Anspielungen und Referenzen merkt man schon, dass »Europas Hunde« wie jeder große Roman von der Kraft der Literatur erzählt. Auch das natürlich eine Ansage an das Lukaschenko-Regime, dessen Repressionen das Erzählen weder greifen noch aufhalten können. Im abschließenden Kapitel führt die unbekannte Leiche eines belarusischen Autoren den Ermittler Teresius Skima von Berlin nach Hamburg, Prag, Paris und Vilnius, wo er in den letzten Buchhandlungen Europas den Geheimnissen der Literatur auf den Grund geht.

»Das letzte Buch von Herrn A.« ist die prosaische Antwort auf das Verbot von »Europas Hunde« in Belarus. Lukaschenkos Regime setzte es sogleich ebenfalls auf den Index.

Bacharevics Roman ist nicht nur gespickt mit Anspielungen und literarischen Verweisen, sondern strotzt auch vor eigener literarischer Kraft. Es ist Thomas Weilers entschlossen verspielter, poetisch-melodiöser Übersetzung zu verdanken, dass sich diese auch in der deutschen Fassung entfalten kann. Die Herausforderung liegt dabei schon in der Ausgangssprache, wie er in einem Beitrag bei Tralalit deutlich macht. Das Belarussische leiste sich Extravaganzen, von denen das Deutsche nur träumen kann, führt er dort aus. »Zwei konkurrierende Orthografiesysteme, ein lateinisches Alphabet neben dem kyrillischen, eine russisch eingefärbte Mischsprache, durchlässige Grenzen auch zum Ukrainischen, Polnischen …«

Im Roman spielt der Autor vor allem mit dem Russischen und Belarusischen, wie Weiler in seinem überaus lesenswerten Arbeitsmagazin zum Roman – in dem er nicht nur über die Herausforderung der Übersetzung spricht, sondern auch verschüttete Quellen und verschlüsselte Querverweise offenlegt – transparent macht. Dazu kommt noch die bereits erwähnte Fantasiesprache, die Weiler klugerweise unangetastet lässt.

»Zu meinen Lieblingsschwierigkeiten gehört die ausgeprägte Vorliebe belarussischer Prosaschriftsteller für Lyrik und Zitate und die Verwendung der Mischsprache Trassjanka oder anderer Einsprengsel aus benachbarten Slawinen.«

Thomas Weiler, tralalit

In seiner klingenden Übertragung ist nun von den Menschen verarschenden, »popologischen Gärten« die Rede oder einem Betäubungsmittel namens »Hastenudafin«, in dem der herablassende Kommentar »haste nu davon« mitschwingt. Dem Schwur »auf Ehre und Gewissen« lässt er die Abfuhr »Eiche und geschissen« folgen, die verschwitzten Strümpfe seines »Döblin’schen, Dublin’schen« Helden sind »wet, wet, wet, wetten nass«. Er meistert Kettensätze, die sich über ganze Absätze erstrecken, ebenso mit Bravour wie die lyrischen Gesänge, die anspielungsreich zwischen den Kapiteln ruhen.

Mit seiner preisverdächtigen Übertragung schreibt sich Weiler in die Riege der großen deutschen Übersetzer:innen ein. Dass er trotz dieser Meisterleistung weder für den Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse noch für den Internationalen Literaturpreis nominiert wurde, ist nicht nur ein Versäumnis, sondern grenzt an einen Skandal. Die vergleichsweise geringe mediale Resonanz, die dieses literarische Meisterwerk ausgelöst hat, ist nur mit dem Umstand zu erklären, dass die ausgedünnten Kulturredaktionen mit derlei Schwergewichten schlichtweg überfordert sind. Man liest so ein Werk eben nicht am Wochenende, um es dann am Montag in flinken Worten im Feuilleton zu platzieren.

Teresius Skima sucht 2050 in Vilnius eine der letzten Büchereien auf. Dort erklärt ihm der blinde Archivar: »Ich sehe nur, was ich sehen will. Genau wie die Verfasser der Bücher zu ihrer Rechten.« Auch wenn der Text das nicht explizit hergibt, kann man sicher sein, dass dieser große europäische Vorabendroman unter diesen Büchern zu finden ist. Denn links stehen die Bücher jener, die gesehen haben, was man ihnen gesagt hat. Und zu denen gehört Alhierd Bacharevics Literatur ganz gewiss nicht.