Heute vor einem Jahr begann Russland seinen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine. Die aktuelle Situation im Land und die lange Geschichte dieses Konflikts werden in allen Sektionen auf der 73. Berlinale aufgegriffen. Sie reichen vom Selenskyj-Porträt bis zu den Eindrücken aus einem befremdlichen Sommer inmitten einer Kriegslandschaft.
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Die Liebe ist eine Qual
Der portugiesische Regisseur João Canijo konkurriert mit dem Drama »Mal Viver« um die Bären. Darin porträtiert er fünf Frauen und ihre schwierigen Beziehungen zueinander. Parallel läuft im Nebenwettbewerb Encounters sein Film »Viver Mal«, in dem die Genialität dieses Spiegelprojekts überhaupt erst sichtbar wird.
WeiterlesenSelbstsuche in Lost Places
Während in den vergangenen Jahrzehnten der japanische Animationsfilm einen festen Platz in der westlichen Filmwelt hat, war davon auf der Berlinale wenig zu spüren. Nun ist mit dem mitreißenden Epos »Suzume« erstmals seit 21 Jahren ein animierter Film aus Japan wieder im Wettbewerb vertreten.
WeiterlesenDas Lodern der Welt
Der Klimawandel spielte bislang auf der Berlinale noch keine Rolle. In Christian Petzolds »Roter Himmel« bildet er den Hintergrund eines Dramas, in dem er sich den großen Fragen der menschlichen Existenz widmet.
WeiterlesenWieso weißt Du, wer du bist?
Die spanische Regisseurin Estibaliz Urresola Solaguren ist die zweite Debütantin im Wettbewerb. Ihr Film »20.000 especies de abejas« ist ein weiterer Beweis für das feine Händchen von Festivaldirektor Carlo Chatrian. Er erzählt die berührende Geschichte eines Kindes, das mit seiner geschlechtlichen Identität hadert.
WeiterlesenKomplexe Geschichte
Angela Schanelec präsentiert mit »Music« im Wettbewerb der Berlinale ihre persönliche Variante des Ödipus-Mythos. Gesprochen wird dabei wenig, dafür spielt der Gesang eine wichtige Rolle. Einfacher zugänglich macht das den Film nicht.
WeiterlesenEine Ode auf das Leben
Die mexikanische Regisseurin Lila Avilés zeigt im Wettbewerb ihr Drama »Tótem«. Darin wird eine Geburtstagsfeier zum rituellen Abschied umgewidmet.
WeiterlesenDie Angst haben
Mit dem Krieg in der Ukraine geht auch eine Militarisierung der Welt einher. Der Italiener Giacomo Abbruzzese und der Mexikaner David Zonana gehen in ihren Filmen dieser befremdlichen Entwicklung nach und zeigen, was die Erfahrung von Gewalt mit Menschen macht.
WeiterlesenIst das noch Leben oder schon Fügung?
Das Drama »Past Lives« der koreanisch-amerikanischen Theaterautorin Celine Song geht Schicksalsfragen auf den Grund und erinnert zuweilen an Woody Allen.
WeiterlesenRom antwortet nicht
Übermorgen wird die große deutsche Regisseurin Margarethe von Trotta 81 Jahre alt. Im Wettbewerb der 73. Berlinale ist vorher ihr Spielfilm »Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste« zu sehen, der die Beziehung von Max Frisch und Ingeborg Bachmann in den Blick nimmt.
WeiterlesenErhebender Rückwärtsgang
Der chinesische Film »Bai Ta Zhi Guang« des Regisseurs Zhang Lu ist eine Meditation über die Wunden der Vergangenheit und wie wir Heilung finden können.
WeiterlesenDen Tod im Nacken
Der australische Filmemacher Rolf de Heer geht mit einem gleichermaßen avantgardistischen wie radikalen Film in den Wettbewerb. »The Survival of Kindness« ist eine nachdenkliche Allegorie auf die rassistischen Verhältnisse der Welt.
WeiterlesenUnbeugsamer Widerstand
Steffi Niederzolls bedrückender Dokumentarfilm »Sieben Winter in Teheran« eröffnet die Perspektive Deutsches Kino auf der 73. Berlinale. Er ist ein erster Höhepunkt auf einem Festival, das sich besonders der Situation in der Ukraine und im Iran widmen will.
WeiterlesenKeine Seifenoper
Rebecca Miller eröffnet mit einer klugen Komödie die 73. Berliner Filmfestspiele. »She Came To Me« ist eine amüsante Reise durch die Neurosen der Boomer hin zur gelassenen Klugheit der Gen Z.
WeiterlesenBrutale Wahrheit
Die nigerianisch-amerikanische Regisseurin Chinonye Chukwu setzt in ihrem ebenso bedrückenden wie bewegenden Drama »Till – Kampf um die Wahrheit« der vergessenen Ikone der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung Mamie Till Mobley ein Denkmal. Parallel zu ihrem Film ist ein mehrfach ausgezeichneter Bildband erschienen, der dem langen Schatten des Lynchmords an Emmett Till nachgeht. Auch Percival Everett greift in seinem aktuellen Roman »Die Bäume« die Ereignisse um die Ermordnung von Till Emmett auf.
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