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»We are Hongkong, und ein Ende ist nicht abzusehen«

Marko Martins Essay »Die letzten Tage von Hongkong« liest sich wie eine Sammlung an Spaziergängen und Sehenswürdigkeiten, an Entdeckungen und Erinnerungen, an Diskussionen über schöne und traurige, aber immer auch politische Literatur, an Plaudereien zu zweit oder Unterhaltungen mit Fremden und neuen Freunden, an Freundschaften, Erotik und Sex. Die Lektüre lohnt sich auch mit Blick auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, den Russland aktuell in der Ukraine führt.

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Fatma Aydemir im Gespäch: Der Wahrheit näher kommen

Ein Mann will nach Jahrzehnten nach Istanbul zurückkehren, doch noch bevor die Wohnung eingerichtet ist, stirbt Hüseyin an einem Herzinfarkt. Seine Frau Emine und seine Kinder Ümit, Sevda, Peri und Hakan müssen an den Bosporus, um den Vater zu beerdigen. Der Weg in die türkische Metropole ist auch einer in die eigene Vergangenheit. Fatma Aydemirs zweiter Roman »Dschinns« ist eine Hommage an die Generation ihres Großvaters und erzählt von Enttäuschungen, Brüchen und Verletzungen. Ein Gespräch über autobiografische Motive, vielfältige Lebensentwürfe und das Politische im Literarischen.

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Leipzig überrascht

Wie in jedem Frühjahr hat die Jury zum Preis der Leipziger Buchmesse 15 Titel in das Schaufenster gestellt, die um den begehrten Preis konkurrieren. Dabei setzt die Jury mehrere Ausrufezeichen und macht einen großzügigen Bogen um die Konzernverlage, die den Messeausfall provoziert haben. Der Preis wird trotz Ausfall der Messe im März vergeben.

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Joel Rovira, Ainet Jounou, Isaac Rovira in »Alcarràs« von Carla Simón | © LluisTudela

Berlinale: Goldener Bär geht an spanisches Drama »Alcarràs«

Die Preise bei der Berlinale 2022 sind vergeben. Den Goldenen Bären für den Besten Film nimmt die Spanierin Carla Simón mit nach Hause. Als beste Hauptdarstellerin wurde die deutsche Kabarettistin Meltem Kaptan geehrt, den Bären für die Beste Doku erhalten zehn anonyme Filmemacher:innen aus Myanmar. Das Festival leidet derweil weniger unter den Corona-Einschränkungen als vielmehr unter programmatischer Willkür und der Verwässerung der Sektionen.

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