Siebzig Jahre posiert Twinka Thiebaud schon vor den Kameras zahlreicher Fotograf:innen. Eine Ausstellung in den USA und der begleitende Bildband lassen nicht nur eine aufregende Künstlerin entdecken, sondern zeigen, wie Thiebaud Körper und Blick je nach der Umgebung und Vision der Künstler:innen zu verändern wusste.
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Autorinnen und Publikumsverlage dominieren die Longlist
Die Jury für den Deutschen Buchpreis hat aus über 200 eingereichten Romanen ihre zwanzig Favoriten für den Roman des Jahres bekannt gegeben. In einem für den Buchmarkt erneut herausfordernden Jahr setzt sie dabei nicht nur positive Zeichen. Den gewagtesten Roman des Jahres ließ sie gleich ganz aus.
Weiterlesen»Ich konnte mich gut in Vernon hineinversetzen«
Der französische Comiczeichner Luz alias Rénald Luzier hat die letzten Jahre damit verbracht, Virginie Despentes Erfolgsromane um den Plattennarr Vernon Subutex zu adaptieren. Kurz nach Abschluss der Arbeit am zweiten Band waren wir für ein Interview verabredet. Über eine Stunde sprachen wir über die Herausforderungen der Adaption, die Zusammenarbeit mit der französischen Starautorin und die Wiederentdeckung der Musik durch die Arbeit am Comic, dessen erster Band nun in Deutschland erscheint.
WeiterlesenVom Verbrechen namens Leben
Die US-amerikanische Kulturhistorikerin Saidiya Hartman erzählt in ihrem Band »Aufsässige Leben, schöne Experimente« fulminant von der geächteten Rebellion schwarzer Queers zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Diese Studie verändert nachhaltig den Blick auf die Selbstbehauptung des Schwarzen Lebens in den USA.
WeiterlesenGrundnahrungsmittel: Jean-Jacques Sempé und seine Zeichnungen
Jean-Jacques Sempé rührte mit seinen Zeichnungen und Texten die Herzen seiner Leser:innen an. In seinen Werken, im Schweizer Diogenes Verlag erschienen, erzählt der Meister des leichten Striches Geschichten von wahrer Liebe, echter Freundschaft und den Tragödien des Alltags. Man erfasst die Dinge erst, wenn man sie zeichnet, soll er einmal gesagt haben. Am 11. August ist Sempé gestorben.
WeiterlesenSehen statt erinnern
Als der deutsche Fotograf Thomas Hoepker erfährt, dass er an Alzheimer erkrankt ist, beschließt er, noch einmal durch die USA zu fahren. Ein Dokumentarfilm und ein Bildband erzählen von dieser Reise und halten die Erinnerungen fest, die Hoepker zunehmend verloren gehen.
WeiterlesenNiemand liebt niemanden
Die österreichische Regisseurin Marie Kreutzer zeichnet in »Corsage« ein zeitgemäßes Porträt von Kaiserin Sissi und strickt weiter am Mythos um die Wittelsbacher Monarchin.
WeiterlesenTriebgesteuerter Todeswahn
40 Jahre lang schrieb Boris Lurie an einem Text, in dem er das Trauma und die Schuld, den Holocaust überlebt zu haben, verarbeiten wollte. Jahre nach seinem Tod liegt nun sein verstörender Roman »Haus von Anita« vor, in dem Holocaust und Pornografie die Klingen kreuzen.
WeiterlesenSerhij Zhadan im Preisregen
Ukrainische Autor:innen haben noch nie so viel Aufmerksamkeit bekommen wie in diesen Tagen und Wochen. Serhij Zhadan, der in der hart umkämpften Region Charkiw in der zivilen Verteidigung aktiv ist, ist aber der Autor der Stunde. Zahlreiche Preise wurden ihm in den letzten Wochen zugesprochen, längst überfällig seien die, sind sich Expert:innen einig. Denn Zhadan beschreibe die ukrainische Welt nicht nur, sondern er helfe sie zu verstehen, sind sich zahlreiche Jurys einig.
WeiterlesenEin Rausch(en)
Mirjam Wittig verhandelt in ihrem Debütroman »An der Grasnarbe« spielerisch die großen Herausforderungen der Gegenwart am Fuß der französischen Alpen.
WeiterlesenDie Welt der Lust entdecken
Die spanische Illustratorin María Hesse widmet ihr neues Buch der Entdeckung der eigenen Lust. Auch wenn der Band an mancher Stelle an Liv Strömquists feministische Interventionen erinnert, hat diese »Erkundung der weiblichen Sexualität« durch den ganz anderen Strich und den autobiografischen Ansatz ihren eigenen Charme.
WeiterlesenDie fünf besten Bücher für den Sommer
Mit den Sommerferien kommt nun auch die Zeit der kurzen und knackigen Lesehinweise für Unterwegs. Ich empfehle mit jeweils fünf Sätzen in den fünf Kategorien deutschsprachige Literatur, internationale Literatur, Essayistik, Sachbuch und Comic je fünf Titel zur sommerlichen Lektüre.
WeiterlesenKritische Blicke auf Geschichte und Gegenwart
Die fünf besten Bücher für Sachbuch-Leser:innen reichen vom Porträt einer aufsässigen kulturellen Bewegung über eine Kulturgeschichte des reaktionären Denkens, der Analyse von Putins Netzwerken und dem Erwachsenwerden am Ende der Geschichte bis hin zu einem Museumsbesuch zwischen zwei Buchdeckeln.
WeiterlesenLebens- und Lesetexte
Die Kunst des Essays steht in den USA noch höher im Kurs als hierzulande. Dass sich aber auch die lange Kurzform lohnt, zeigen die Sammlungen von George Saunders, Joan Didion, Ursula Krechel, James Baldwin und Frank Berzbach.
WeiterlesenSchreiben statt Verschweigen
In den Eruptionen der Gegenwart spiegeln sich meist die Abgründe der Vergangenheit. Dabei führen die Romane des Sommers von Andrea Tompá, Can Xue, Fiston Mwanza Mujila, Maggie Shiptstead und Guillermo Arriaga in fünf Kontinente, durchqueren Zeiten und Welten und überzeugen dank wunderbarer Übersetzungen mit höchster Sprachkunst.
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