Alle Artikel in: Roman

Die Last der Biografie

Woher kommen wir? Was prägt uns? Was hinterlassen wir? Große Fragen wie diese bilden das Leitmotiv des vielstimmigen Familienromans »Antonio« der brasilianischen Autorin Beatriz Bracher, für den sie den wichtigsten Literaturpreis ihres Landes erhalten hat.

Die Würde der Zurückgebliebenen

Fabriken, Unternehmen, Projekte – all das wird in der kapitalistischen Moderne abgewickelt. Aber wie wickelt man einen Ort ab, der dem Untergang geweiht ist? Die Hannoveranerin Annika Scheffel hat mit »Bevor alles verschwindet« einen eindrucksvollen Roman über das Ende einer Heimat geschrieben.

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Don Winslows Py-Roman

Es gibt eine Theorie, der zufolge jeder maximal sechs Handschläge von jeder x-beliebigen Person auf der Welt  entfernt sei. Nur sechsmal guten Tag sagen, und man greift zur Hand des amerikanischen Präsidenten oder des Papstes. Winslows Charaktere geben einem das ungute Gefühl, dass man deutlich weniger Handschläge von der Verbrecherwelt entfernt ist. Zwischen Verbrecherboss, anerkannten Geschäftsmann und handzahmen Familienvater ist oft nur der Vorhang der Nacht, wenn alle Katzen grau sind.

Vom Zauberwürfel am Fuße der Klippen

Benjamin Stein setzt sich in seinem Roman »Die Leinwand« kongenial mit seiner eigenen Biografie auseinander. Entstanden ist ein Zauberwerk um Dichtung und Wahrheit, ein grandioses Kunstwerk literarischer Gattung. Einer der großen Romane der vergangenen Jahre, der unter dem englischen Titel »The Canvas« längst internationale Lorbeeren einfährt.