Die Politologin Adom Getachew zeigt in ihrer Studie »Die Welt nach den Imperien« eindrucksvoll, wie antikoloniale Aktivist:innen vergeblich eine gerechtere Welt gestalten wollten. Von zwei der wichtigsten Intellektuellen sind inzwischen auch Übersetzungen ihrer Schriften erschienen.
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»Es ist etwas Persönliches«
Die amerikanische Fotografin Nan Goldin hat am Freitag den Käthe-Kollwitz-Preis 2022 der Akademie der Künste erhalten. Aus diesem Anlass zeigt die Akademie einige Arbeiten der Amerikanerin in ihren Räumen. Parallel wurde auch der in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete Dokumentarfilm »All the Beauty and the Bloodshed« von Laura Poitras gezeigt. Er zeigt, wie bei der Amerikanerin Leben, Fotografie und politisches Engagement zusammenfließen.
Weiterlesen»Die Zukunft ist völlig ungewiss«
Irina Kilimniks Debütroman „Sommer in Odessa“ ist eine flirrende Liebeserklärung an die ukrainische Metropole am Schwarzen Meer und ihre Menschen. Politik spielt nur eine Nebenrolle. Ein Gespräch über Kindheitserinnerungen, knorrige Patriarchen, emanzipierte Frauen und die Odessiter Unbeschwertheit.
Weiterlesen»Wenn die Welt gefährlich wird, darf Literatur nicht harmlos sein«
Der Klimawandel hat auch die Literaturszene in Berlin und Brandenburg erreicht. Ob das Revival des Nature Writing oder die Erfindung der Climate Fiction – diese Literatur hat das Potenzial, unseren Blick auf die Welt entscheidend zu verändern.
WeiterlesenBewegte Welten
Für manche sind sie Kinderkram, für andere große Kunst. Die Rede ist von Animationsfilmen. Die Berlinale hat einige im Programm. Die Spannbreite reicht von moderner Mythologie bis hin zur politischen Dystopie.
WeiterlesenGoldener Bär für französische Dokumentation »Sur l’Adamant«
Der fast zweistündige Film über eine Anlaufstelle für geistig kranke Menschen des Franzosen Nicolas Philibert gewinnt den Goldenen Bären der 73. Berlinale. Christian Petzold und Angela Schanelec sammeln weitere Bären ein, ein faszinierendes Kind wird für die Beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle ausgezeichnet.
Weiterlesen»Auf‘n Sack gehen«
Am Ende der 73. Berlinale sprechen alle über ein Thema: toxische Männlichkeit. Die vierte Auflage des Filmfestivals unter der künstlerischen Leitung von Carlo Chatrian überzeugte mit einem spannenden Wettbewerb, lässt aber auch eine gewisse Willkür erkennen. Von den angekündigten Schwerpunkten zum Iran und zur Ukraine war wenig zu spüren. Eine erste Bilanz.
WeiterlesenAlles besser als Knast
Christoph Hochhäuslers queerer Film Noir »Bis ans Ende der Nacht« schließt den Wettbewerb der Berlinale. Noch einmal geht es um die Suche der eigenen Identität inmitten traumatisierter Seelenlandschaften.
WeiterlesenJames Baldwin und das Amerika nach der Bürgerrechtsbewegung
1980 blickt der Schriftsteller James Baldwin auf die Bürgerrechtsbewegung zurück und fragt sich, was aus den Vereinigten Staaten geworden ist. Dick Fontaines restaurierter Dokumentarfilm »I heard it through the Grapewine« ist Zeitgeschichte und ein Dokument der Schwarzen Emanzipation.
WeiterlesenDie Freiheit der Kunst
Der Chinese Liu Jian rückte kurz vor dem Start der Berlinale noch mit seinem Animationsfilm »Art College 1994« in den Wettbewerb des Festivals. Er erzählt darin anhand einer Handvoll Figuren von den Debatten um Kunst, Politik und Gesellschaft am Campus der Chinese Southern Academy of Arts.
WeiterlesenLand der streunenden Hunde
Heute vor einem Jahr begann Russland seinen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine. Die aktuelle Situation im Land und die lange Geschichte dieses Konflikts werden in allen Sektionen auf der 73. Berlinale aufgegriffen. Sie reichen vom Selenskyj-Porträt bis zu den Eindrücken aus einem befremdlichen Sommer inmitten einer Kriegslandschaft.
WeiterlesenDie Liebe ist eine Qual
Der portugiesische Regisseur João Canijo konkurriert mit dem Drama »Mal Viver« um die Bären. Darin porträtiert er fünf Frauen und ihre schwierigen Beziehungen zueinander. Parallel läuft im Nebenwettbewerb Encounters sein Film »Viver Mal«, in dem die Genialität dieses Spiegelprojekts überhaupt erst sichtbar wird.
WeiterlesenSelbstsuche in Lost Places
Während in den vergangenen Jahrzehnten der japanische Animationsfilm einen festen Platz in der westlichen Filmwelt hat, war davon auf der Berlinale wenig zu spüren. Nun ist mit dem mitreißenden Epos »Suzume« erstmals seit 21 Jahren ein animierter Film aus Japan wieder im Wettbewerb vertreten.
WeiterlesenDas Lodern der Welt
Der Klimawandel spielte bislang auf der Berlinale noch keine Rolle. In Christian Petzolds »Roter Himmel« bildet er den Hintergrund eines Dramas, in dem er sich den großen Fragen der menschlichen Existenz widmet.
WeiterlesenWieso weißt Du, wer du bist?
Die spanische Regisseurin Estibaliz Urresola Solaguren ist die zweite Debütantin im Wettbewerb. Ihr Film »20.000 especies de abejas« ist ein weiterer Beweis für das feine Händchen von Festivaldirektor Carlo Chatrian. Er erzählt die berührende Geschichte eines Kindes, das mit seiner geschlechtlichen Identität hadert.
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