Alle Artikel in: Film

Cillian Murphy is J. Robert Oppenheimer in »OPPENHEIMER«, written, produced, and directed by Christopher Nolan. | © Universal Pictures. All Rights Reserved.

Oppenheimer oder: Der Mann, der das Feuer brachte

Auf diesen Film haben die Fans von Christopher Nolan gewartet. In »Oppenheimer« erzählt er in glänzenden Bildern und berauschendem Sound von dem Mann, der die Atombombe erfand. Mit dieser bildgewaltigen und nicht ganz einfach konstruierten Geschichte über einen amerikanischen Prometheus dürfte ihm eine weitere Oscar-Nominierung sicher sein.

Shahkroh Galame (Vater) und Sheila Vand (Simin) in »Land of Dreams« von Shirin Neshat | © W-film / Ghasem Ebrahimian / Bon Voyage Films / Palodeon Pictures

Iranische Albträume

Ali Abbasis düsterer Iran-Thriller »Holy Spider« erzählt vom fanatischen Frauenhass im Iran und basiert auf wahren Begebenheiten. Shirin Neshat blickt in ihrem Drama »Land of Dreams« einer Gesellschaft ins Gewissen, die selbst die Träume der Menschen überwacht. Beide Filme sind nun für das Heimkino zu haben.

Albrecht Schuch in »Die stillen Trabanten« von Thomas Stuber | © 2022 Warner Bros. Ent. / Felix Abraham

Träume und Tristesse

Clemens Meyer und Thomas Stuber erzählen einmal mehr von Menschen, die im Abseits der Aufmerksamkeit stoisch ihre Kreise ziehen. »Die stillen Trabanten« handelt von Menschen, die sich Illusionen nicht leisten können, aber dennoch Träume, Ängste und Sehnsüchte in sich tragen.

Filmstill aus »Die Fablemans« von Steven Spielberg | © Universal

Die Magie des Kinos

Steven Spielberg erzählt in dem unterhaltsamen Märchen »Die Fabelmans« die fabelhafte Geschichte seiner Kindheit. Zugleich ist der Film eine Verneigung vor dem Kino und eine grandios bebilderte Hommage an das Filmemachen.

Leonie Benesch als Lehrerin Carla Nowak in »Das Lehrerzimmer« von Ilker Catak | © Judith Kaufmann / Alamode Film

Dreiste Behauptungen statt nüchterne Beweise

Ilker Çataks Spielfilm »Das Lehrerzimmer« zeigt, was auf der menschlichen Ebene im Schulsystem schief gehen kann. Sein Film erzählt die Geschichte eines dunklen Verdachts und seiner Eskalation. Leonie Benesch beeindruckt dabei als Lehrerin mit Idealen, die sich mehr als nur eine Schramme einfängt.

Brendan Fraser in »The Whale« von Darren Aronofsky als trauriger Fisch im Ozean der Liebe | © A24

Trauriger Wal

Brendan Fraser feiert in Darren Aronofskys »The Whale« ein überwältigendes Comeback als schwergewichtiger Literaturdozent. Sein in Venedig und bei den Oscars ausgezeichnetes Spiel macht diese Parabel über den Kern des Menschlichen zu ganz großem Kino.

Filmstill aus »Ennio Morricone - Der Maestro» von Giuseppe Tornatore | © PLAION PICTURES GmbH

Spiel mir das Lied von Ennio Morricone

Niemand hat dem Kino derart seinen Stempel aufgedrückt wie Ennio Morricone. Der Italo-Western ist ohne ihn nicht denkbar, aber auch Brian De Palma, Oliver Stone oder Quentin Tarrantino wussten das Genie des Italieners zu schätzen. Der Dokumentarfilm von Oscar-Preisträger Giuseppe Tornatore führt noch einmal Leben und Werk des 2020 verstorbenen Meisters der Töne vor Augen.

Filmstill aus »Empire of Light« von Sam Mendes | © The Walt Disney Company Germany.

Eine Perle des Kinos

Der britische Regisseur und Oscar-Preisträger Sam Mendes präsentiert seinen bislang persönlichsten Film. »Empire of Light« ist eine bestechende und ergreifende Hommage an seine Jugend im England der frühen 1980er-Jahre und den Zauber des Kinos. Einer der besten Filme des an guten Filmen reichen Jahres.

Filmstill aus »Jeder schreibt für sich allen« von Dominik Graf | © Lupa-FIlm. Markus Schindler

Intellektuell oder moralisch defekt?

Wie haben Erich Kästner, Gottfried Benn und Hans Fallada eigentlich im Dritten Reich gelebt? Dominik Graf geht in seinem neuen Dokumentarfilm »Jeder schreibt für sich allein« dem Denken, Schreiben und Leben deutscher Schriftsteller:innen in der Nazizeit auf den Grund.

Nan Goldin, Thora on my white bed, Brooklyn, NY, 2020 Archival pigment print (76,2 x 102 cm) | Courtesy of the artist and Marian Goodman Gallery © Nan Goldin

»Es ist etwas Persönliches«

Die amerikanische Fotografin Nan Goldin hat am Freitag den Käthe-Kollwitz-Preis 2022 der Akademie der Künste erhalten. Aus diesem Anlass zeigt die Akademie einiger Arbeiten der Amerikanerin in ihren Räumen. Parallel wurde auch der in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete Dokumentarfilm »All the Beauty and the Bloodshed« von Laura Poitras gezeigt. Er zeigt, wie bei der Amerikanerin Leben, Fotografie und politisches Engagement zusammenfließen.

Bewegte Welten

Für manche sind sie Kinderkram, für andere große Kunst. Die Rede ist von Animationsfilmen. Die Berlinale hat einige im Programm. Ein Beitrag über Liu Jians »Art College 1994«, Makoto Shinkais »Suzume«, den Film »White Plastic Sky« von Tibor Bánóczki und Sarolta Szabó sowie »La Sirène« von Sepideh Farsi.

Zar Amir Ebrahimi und Mehran Tamadon in »Mon pire ennemi« von Mehran Tamadon | © l’Atelier Documentaire

»Auf‘n Sack gehen«

Am Ende der 73. Berlinale sprechen alle über ein Thema: toxische Männlichkeit. Die vierte Auflage des Filmfestivals unter der künstlerischen Leitung von Carlo Chatrian überzeugte mit einem spannenden Wettbewerb, lässt aber auch eine gewisse Willkür erkennen. Von den angekündigten Schwerpunkten zum Iran und zur Ukraine war wenig zu spüren. Eine erste Bilanz.