Armin Nassehi ist der homo ludens der Soziologie. Rasend intelligent, aufs Blut provokativ, rhetorisch ein Genuss. Berechenbar ist er nur in seiner Unberechenbarkeit. Mit »Muster« hat er nun das Buch geschrieben, dass uns nicht nur die digitalisierte Moderne, sondern auch die Wirkung der immer wechselnden Gadgets erklärt.
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Die erdrückende Last der Straße
Der wiederentdeckte Roman »The Street« von Ann Petry hat alles, was ein Klassiker braucht. Dreißig Jahre vor James Baldwin hat die afroamerikanische Autorin in Literatur gegossen, was es heißt, jung, schwarz und weiblich in einer amerikanischen Großstadt zu sein.
WeiterlesenSpace Trips und die Frage nach dem Warum
Kultautor und Vielschreiber Dietmar Dath setzt seine Ergründungen des Utopischen fort. Neben seinem neuen Roman ist ein alle Dimensionen sprengender Essay zu Kultur und Einfluss der Science Fiction erschienen.
WeiterlesenWirklich Realismus?
Zwischen Bar und Badmintonhalle bewegen sich die super unabhängigen Helden in Leif Randts neuem Roman »Allegro Pastell«. Obwohl sich die Geschichte zwischen Berlin und Frankfurt – den Hotspots des multikulturellen Miteinanders hierzulande – bewegt, spielen gesellschaftspolitische Fragen keine Rolle.
WeiterlesenDas Lügengebäude einer Katastrophe
Die fünfteilige Mini-Serie »Chernobyl« von »Breaking Bad«-Regisseur Johan Renck blickt hinter die Kulissen des Atomunfalls von 1986. Angesichts der aktuellen Covid-19-Krise und des vermeintlich reibungslosen Zusammenspiels von Politik und Wissenschaft kann man in der Serie ein unbeabsichtigtes cineastisches Korrektiv für Optimisten sehen. Weiterlesen
Gegen den Strich
Der Reisejournalist Marko Martin erkundet in seinem neuen Buch die Welt der Querdenker. Doch nicht für alle hat er Sympathie. Dissidentische Denker bewundert er, für Opportunisten und pathetische Flachdenker hat er nichts übrig. Warum das so ist und wo genau er die Linien zieht, erklärt er in seinem neuen Buch »Dissidentisches Denken«.
Weiterlesen»Der Sommer 1990 war der geilste Sommer meines Lebens«
Das Bild-Text-Konvolut »Das Jahr 1990 freilegen« ist wohl die wichtigste, faktenreichste und kreativste Publikation im Jahr 30 nach der Wiedervereinigung. Ich konnte mit einem der Macher, dem Fotografen und ehemaligen Bürgerrechtlicher Andreas Rost über die Arbeit an dem Buch und sein Jahr 1990 sprechen.
WeiterlesenRote Tränen für Aleppo
Die syrische Journalisten Waad Al-Khateab hat jahrelang den syrischen Bürgerkrieg in Aleppo mit der Kamera festgehalten und das Leben in einem der letzten freien Krankenhäuser begleitet. Ihr mehrfach ausgezeichneter Film »For Sama« ist ein Monument der Menschlichkeit.
WeiterlesenEs gibt keine Mauern der Vorstellungskraft
Bei den 70. Internationalen Filmfestspielen von Berlin triumphiert erneut ein iranischer Film. Mohammad Rasoulofs kafkaeskes Puzzle »There Is No Evil« gewinnt den Goldenen Bären. Damit wird das Festival einmal mehr seinem Ruf, besonders für politische Filme geeignet zu sein, gerecht. Dies bestätigt auch die Auszeichnung von Eliza Hittmans politischem Teenager-Drama »Never Rarely Sometimes Always« mit dem Großen Preis der Jury. Der längste Film des Festivals, der achtstündige Beitrag »The Works and Days (of Tayoko Shiojiri in the Shiotani Basin)« gewinnt zudem den neuen Wettbewerb Encounters.
WeiterlesenBerlinale-Lieblinge 2020
Die Berlinale 2020 geht ins Abschlusswochenende. Bevor am Samstagabend die Bären vergeben werden, hier eine Auswahl der besten Spielfilme und Dokumentationen aus den Sektionen der 70. Internationalen Filmfestspiele von Berlin.















