Karsten Singelmann hat für Rowohlt George Orwells Klassiker »1984« neu übersetzt. Seine Übertragung erscheint im Jugendbuch, weshalb etwa der berühmteste Satz des Romans »Big Brother Is Watching You« auch genauso geblieben ist. Wichtig ist dem Hannoveraner, dass man Orwell nicht als Abbild der Gegenwart liest.
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Radikal gegenwärtig
Frank Heibert ist einer der renommiertesten Übersetzer Deutschlands. Souverän und wortgewaltig seine Übertragungen von Don DeLillo, George Saunders und Richard Ford, Raymond Queneau, Boris Vian oder Yasmina Reza. Nun hat er George Orwells »1984« neu übersetzt und dabei eine radikale Entscheidung getroffen. Sein Text hebt sich aber nicht nur deshalb deutlich von den zahlreichen anderen Neuübersetzungen des Klassikers ab.
WeiterlesenIm Hier und Jetzt
Luca Guadagninos Miniserie »We Are Who We Are« ist zweifellos eines der Frühjahrshighlights der Streamingsaison 2021. Die Miniserie erzählt davon, wie zwei Teenager auf einer US-Militärbasis das Leben entdecken. Wer noch nicht genug Lockdown hat, findet unter anderem in der Neuverfilmung von Stephen Kings »The Stand« unbehagliche Vertiefung.
WeiterlesenThis is the end
Kein Film bildet den Wahnsinn und die Sinnlosigkeit des Krieges so plastisch ab wie Francis Ford Coppolas »Apocalypse Now«. Eine DVD-Box versammelt alle vorliegenden Fassungen sowie Hintergrundmaterial zur Genese der verschiedenen Versionen des Antikriegsdramas. Parallel dazu erscheint ein neuer Schnitt vom dritten Teil der »Pate«-Trilogie.
Weiterlesen»Nude you are, but never naked«
»The Opéra« ist die internationale Publikation für zeitgenössische Akt-Fotografie. Die aktuelle, neunte Ausgabe vereint ein neues Design und bewährte Vielseitigkeit.
WeiterlesenAmanda Gorman und der Glaube an die Literatur
Die Debatte um die Übersetzung von Amanda Gormans Gedicht »The Hill We Climb« ist unter die Räder die Identitätspolitik gekommen. Das Grundverständnis von dem, was Literatur überhaupt soll, ist dabei aus dem Blick geraten.
WeiterlesenSchatzkiste im Grenzgebiet
Um kaum ein religiöses Artefakt ranken sich so viele Sagen wie um die Bundeslade der Israeliten. Die israelische Comiczeichnerin Rutu Modan lässt in ihrem neuesten Werk eine illustre Gesellschaft im israelisch-palästinensischen Grenzgebiet danach suchen.
Weiterlesen»Mir fehlte deutsche Literatur, die von Menschen wie mir handelt«
Mithu Sanyal kennt sich mit aufgeladenen Themen aus. Nun erscheint »Identitti«, ein Heimatroman aus BIPoC-Perspektive.
Weiterlesen»Bad Luck Banging Or Loony Porn« gewinnt Goldenen Bären
Neben Radu Judes grandioser Satire auf den Zeitgeist wurden auch Maren Eggert für die beste darstellerische Leistung in einer Hauptrolle sowie Maria Speths vierstündige Dokumentation »Herr Bachmann und seine Klasse« ausgezeichnet. Regie-Ikone Hong Sang-soo wurde nach seinem Erfolg im letzten Jahr mit einem weiteren Bären ausgezeichnet.
WeiterlesenTollhaus Berlin
Dominik Graf hat Erich Kästners Moralistenroman »Fabian« verfilmt. In seinem dreistündigen Kaleidoskop zeigt er, wie es mit der Menschlichkeit Anfang der 30er zugrunde ging.
WeiterlesenInnerer Widerstand
Das iranische Kino hinterlässt erneut einen starken Eindruck bei der diesjährigen Berlinale. Sowohl in dem packenden Drama »A Ballad Of A White Cow« als auch in der surrealen Dystopie »Terminal District« standen die Filmemacher nicht nur hinter der Kamera, sondern haben tragende Rollen übernommen.
WeiterlesenMagischer Realismus aus Georgien
In »Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen?« erzählt der georgische Regisseur Alexandre Koberidze mit großer Lust und eindrucksvollen Bildern von einer fast unmöglichen Liebe.
WeiterlesenNichts ist nackter als die Wahrheit
Mitten in der Pandemie hat der rumänische Regisseur Radu Jude eine Satire gedreht, die es in sich hat. Bei der digitalen Berlinale ist nun »Bad Luck Banging or Loony Porn« zu sehen. Darin tragen zwar alle Maske, die Gesellschaft wird dennoch auf einmalige Weise entblößt.
WeiterlesenBewegung nach rechts
Alice Diop fühlt bei der digitalen Berlinale der Grande Nation auf den Zahn. Für ihr Gesellschaftsporträt »Nous« hat die Tochter senegalesischer Einwanderer Franzosen getroffen, die an der Pariser Vorstadtlinie RER B leben.
WeiterlesenVertrauter Unbekannter
Die digitale Berlinale läuft und die ersten Beiträge mit deutscher Beteiligung waren zu sehen. In Maria Schraders Satire »Ich bin dein Mensch« trifft eine erfolgreiche Wissenschaftlerin auf den Algorithmus ihrer Träume. In Anne Zohra Berracheds Drama »Die Welt wird eine andere sein« wirkt ein Vertrauter aus ganz anderen Gründen fremd.
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